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| 16:47 Uhr

Bernsdorf
Bernsdorfer Brache soll zum Industriegebiet werden

Die Zinkweiß-Brache ist laut Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel „ein Schandfleck“ und äußerst gefährlich. Hier der Anblick „von hinten“.
Die Zinkweiß-Brache ist laut Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel „ein Schandfleck“ und äußerst gefährlich. Hier der Anblick „von hinten“. FOTO: Anja Hummel / LR
Bernsdorf. Die Stadt will die Altlastensituation des alten Zinkweiß-Geländes endlich klären. Erst dann kann der Abriss folgen. Von Anja Hummel

Der „hässliche Anblick“, wie Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel (CDU) sagt, muss endlich verschwinden. Viel mehr noch: „Der Schandfleck ist eine absolute Gefährdung“, kann Habel den Abriss der Zinkweiß-Brache an der B 97 in Bernsdorf kaum erwarten. Das am nördlichen Stadtrand liegende Gelände ist eine einzige Müllhalde, überall fehlen Gullideckel, Glasscherben liegen herum, Autowracks rosten vor sich hin. „Wenn da einer im Dunkeln langläuft, bricht der sich das Genick“, sagt der Bürgermeister über die permanente Gefährdung. „Wir wollen die Zinkweiß-Brache abreißen“, kündigt Harry Habel nicht zum ersten Mal an. Und er wird nicht müde zu betonen, dass die Pläne aus einem bestimmten Grund brachliegen: Bevor die Stadt handeln kann, muss die Altlastensituation geklärt sein. „Sonst verschlucken wir uns“, so Habel, der erhebliche Altablagerungen unter der Oberfläche vermutet. Den finanziellen Aufwand für die Bodensanierungsmaßnahmen kann die Kommune nicht selbstständig tragen. Die Finanzierung in Abstimmung mit Landkreis und Freistaat zu klären, das sei erklärtes Ziel für das Jahr 2018.

Für die Abrissarbeiten hat die Stadt bereits einen Antrag auf Förderung gestellt. Wenn alles klappt, muss die Kommune gut 200 000 Euro für die Beseitigung der Zinkweiß-Brache zusteuern.

Harry Habel aber blickt längst weiter voraus: „Ich könnte mir vorstellen, dass dort einmal ein wunderschönes Gewerbegebiet entsteht.“ Den Plan, so Habel, verfolge die Stadt schon seit ewigen Zeiten. Doch bis es dazu kommt, so der Bürgermeister ehrlich realistisch, kann es noch einige Jahre dauern. Die Klärung der Altlastensituation beanspruche einfach jede Menge Zeit.

Die Zinkweißhütte, auch „Ludwigshütte“ genannt, wurde 1870 gegründet und war eines der bedeutendsten Unternehmen im Ort.