Bürgermeister Harry Habel hatte ihn nach eigenem Bekunden eingeladen, da er selbst zunächst „erschrocken“ über die ins Haus stehenden Zahlungsverpflichtungen der Stadt gegenüber dem Verband gewesen sei.
„Die Beiträge entstehen für Abwasserinvestitionen, von denen die Stadt als Grundstückseigentümer profitiert“ , erläuterte Lutterberg. Eine Kommune sei in dieser Hinsicht genauso gestellt wie jeder private Grundstückseigentümer. Auch sie könne Stundungsvereinbarungen abschließen, eine Ratenzahlung hingegen dürfe nicht gewährt werden.
Für 2006 fielen für die Stadt Bernsdorf Beiträge in Höhe von 31 500 Euro an, 2007 wären es 82 000 Euro. 2008 müssten 77 000, 2009 schließlich 26 000 Euro bezahlt werden. Volker Lutterberg betonte weiterhin, dass dieses Geld nicht auf dem Konto der ewag verbleibe. „Unser Unternehmen ist lediglich als Geschäftsbesorger des Abwasserzweckverbandes Kamenz-Nord tätig.“ Dafür würde die ewag ein vertraglich festgelegtes Entgelt erhalten. Der Großteil der Beiträge diene der Refinanzierung des Anlagekapitals, zu dem die Stadt als Mitglied des Zweckverbandes erheblich beigetragen habe.
Ein weiterer Kostenfaktor für die Stadt Bernsdorf, so Volker Lutterberg, sei die Straßenentwässerung. Hier müssten für die Jahre seit 2003 noch jeweils 65 000 Euro gezahlt werden. „Dieses Geld fehlt in der Kasse des Zweckverbandes, die ewag ist bislang für die laufenden Kosten in Vorleistung gegangen.“ Mit der Berechnung der Umlage auf Basis der Straßenfläche habe man sich auf einen Modus geeinigt, dem alle Verbandsmitglieder - neben der Stadt Bernsdorf sind dies die Stadt Lauta sowie die Gemeinden Elsterheide und Leippe-Torno - zustimmen konnten.