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| 01:05 Uhr

Bernsdorf bekommt internationale Gäste

Bernsdorf.. Zum zweiten Mal ist die Stadt Bernsdorf ab Donnerstag Ausrichter eines internationalen Jugendtreffens. Erwartet werden über 40 Jugendliche aus der Partnergemeinde Steinenbronn in Baden-Württemberg und aus der Ortschaft Polla in Italien.


Ursprünglich waren auch noch Jugendliche aus Belgien und Frankreich eingeplant. „Schade. Doch die beiden Kommunen Le Roeulx und Quinsac haben ihre Teilnahme absagen müssen - wegen organisatorischer Schwierigkeiten“ , bedauert die Berns dorfer Hauptamtsleiterin Gabriele Witschaß. Im belgischen Le Roeulx findet nämlich zeitgleich ein Partnerschaftstreffen für Erwachsene statt.
Trotzdem wurde die Anzahl der jungen Feriengäste nicht reduziert. „Jetzt kommen aus Steinenbronn und Polla eben jeweils 20 statt zehn Teilnehmer“ , so Gabriele Witschaß.
Die gemeinsamen Jugendtreffen der Ortschaften Stei nenbronn (Deutschland), Le Roeulx (Belgien), Quinsac (Frankreich), Polla (Italien) und Bernsdorf gibt es mittlerweile seit vielen Jahren. Als Bernsdorf zu Beginn der 90er-Jahre die Partnerschaft mit der nur wenig größeren Gemeinde Steinenbronn nahe Stuttgart unterzeichnete, hatten die Baden-Württemberger ihrerseits schon langjährige Partnerschaften mit den drei anderen Orten. Bernsdorf wurde in die Gemeinschaft aufgenommen - und seitdem sind auch Berns dorfer Jugendliche zu den Jugendbegegnungen gefahren, die jährlich reihum in einem anderen Land stattfinden.
Nun ist wieder Bernsdorf Gastgeber. Die 13- bis 21-jährigen Jugendlichen werden allesamt in Gastfamilien untergebracht. „Es ist schön, dass sich viele Gasteltern gemeldet haben, deren Kinder auch schon mit in Frankreich oder Italien waren. Oft bestehen auch intensive Kontakte zu Familien in Steinenbronn“ , weiß die Hauptamtsleiterin. Solche europaweiten persönlichen Kontakte seien schließlich ja auch das Ziel der Partnerschaften. „Denn im Persönlichen kann wirkliche Freundschaft wachsen“ , ist Gabriele Witschaß überzeugt. Um so weniger versteht sie deshalb, warum die Europäische Union (EU) die Fördergelder für das Projekt abgelehnt hat. „Das hat uns arg getroffen, zumal die Begründungen nicht nachvollziehbar sind“ , sagt die Hauptamtsleiterin. Für die Finanzierung des Treffens war das ein herber Rückschlag. Zum Glück hat das Landratsamt Kamenz eine andere Einstellung zu dem Projekt und eine Förderung für das Jugendtreffen zugesagt.
Erwartet werden die Gäste am Donnerstag gegen 14 Uhr. Eine Woche werden sie hier sein und sich in Bernsdorf umschauen (mit Besteigung der Windkrafträder auf dem GUS-Tanklager). Geplant sind die Teilnahme am Sommerfasching des BKC im Waldbad und eine zweitägige Fahrt nach Berlin, die MdB Henry Nitzsche organisiert hat. Zur Tagebau-Förderbrücke F 60 und an den Senftenberger See geht es - und nebenbei soll noch Zeit für Begegnungen, Gespräche und Gedankenaustausch bleiben. (cw)