Im Jahr 2021 sollen am Bernsteinsee und am Scheibesee mehrere Sichtschneisen den Blick auf die Gewässer freigeben. Das haben die Gemeinderäte in Spreetal in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das Projekt kostet rund 90 000 Euro.
So sollen am Bernsteinsee ein Sichtfenster und zwei Durchblicke direkt an der Kreisstraße K9215 zwischen Burghammer und Burg entstehen. Für diese Sichtschneisen werden rund 0,3 Hektar Holz gerodet. Zudem soll straßenseitig in der Nähe des Parkplatzes am Bernsteinsee eine Baumreihe freigestellt werden, die den Blick auf das Gewässer ebenfalls ermöglicht. Zusätzlich soll am Bernsteinsee in der Nähe des Ortes Burg ein Haltepunkt entstehen. Dazu wird auf einer Fläche von 80 Quadratmetern eine Befestigung vorgenommen und mittelfristig auch ein Pavillon mit einem Tisch und drei Holzbänken, einem Abfallbehälter und drei Fahrradparkern aufgestellt.

Arbeiten am Bernsteinsee sollen 2021 starten

Am Scheibessee hingegen will man am bereits bestehenden Haltepunkt des Sees direkt nach dem Ort Burg ein Sichtfenster schaffen. Dazu werden 0,5 Hektar Holz gerodet. Zudem soll ein neuer Haltepunkt nur einige hundert Meter weiter entstehen. Dazu soll für eine weitere Sichtschneise 0,4 Hektar Holz gerodet werden und auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Haltepunkt mit vier Parkplätzen entstehen. Dazu werden rund 200 Quadratmeter befestigt.
Die Ausführung der Sichtschneisen soll im Jahr 2021 beginnen. In dem Beschluss, den die Gemeinderäte zur Planung und Realisierung der Sichtschneisen beschlossen haben, ist auch eine Finanzierungsvereinbarung mit der LMBV enthalten, die den finanziellen Aspekt regelt. An den Baukosten in Höhe von rund 90 000 Euro soll sich nämlich zu 85 Prozent die LMBV beteiligen. Die restlichen 15 Prozent würden auf die Gemeinde Spreetal übergehen. Die Gemeinde plant mit einer Investitionssumme in Höhe von rund 13 400 Euro.

Elsterheide/Bergen

Bernsteinsee und Scheibesee


Der Bernsteinsee ist insbesondere für den sanften Tourismus und ruhige Erholung am und auf dem Wasser vorgesehen. Wassersport soll Seglern und Paddlern vorbehalten sein, Motorboote werden nicht zugelassen. Aktuell ist der See für Baden und Wassersport noch nicht freigegeben. Der 482 Hektar große Bernsteinsee dient als Speicherbecken und entstand bis 2009 durch Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus Burghammer.

Der 684 Hektar große Scheibesee befindet sich auf dem Territorium der Stadt Hoyerswerda sowie der Gemeinden Spreetal und Lohsa. Seit 2017 können Wasserratten in den Sommermonaten am Strand des Westufers baden. Der Scheibesee enstand bis 2011 durch die Flutung des ehemaligen Tagebaus Scheibe.