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| 12:48 Uhr

Zoo Hoyerswerda
Bengt lässt sich Eis mit Fisch schmecken

Bengt holt sich die Eisbombe.
Bengt holt sich die Eisbombe. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Menschen essen Eis oder gehen baden, um sich im Sommer abzukühlen. Tiere im Hoyerswerdaer Zoo haben auch ihre Strategien, mit Hitze umzugehen und werden dabei von den Tierpflegern unterstützt. Von Katrin Demczenko

Emudame Hilde geht an wärmeren Tagen gern in ihrem kleinen Wasserbecken baden. Nach nur wenigen Schritten durch das Gehege im Zoo Hoyerswerda kann sie sich darin erfrischen. Im australischen Outback, der Heimat des großen Laufvogels, legen die Tiere bei großer Sommerhitze allerdings oft weite Strecken bis zu den wenigen Wasserstellen zurück.

Für den Wüstenfuchs Fennek sind Temperaturen über 30 Grad Celsius, bei denen Menschen ganz schön ins Schwitzen kommen, gar kein Problem, weil er aus der Sahara stammt, erklärt die Presseverantwortliche des Zoos, Stefanie Jürß. Das ist sein natürliches Verbreitungsgebiet. Ist es in Hoyerswerda kälter, bleibt Fennek in seinem klimatisierten Stall und Besucher beobachten ihn durch eine Glasscheibe. Tigerin Irina versteckt sich im Sommer meist im Schatten und manchmal kühlt auch sie sich in ihrem Wasserbecken ab. Tiger sind mit diesem Verhalten der Ausnahmefall in der Familie der Katzen, die Wasser sonst eher meiden, weiß Stefanie Jürß.

Die flinken Erdmännchen, die aus dem südlichen Afrika stammen, zählen im Zoo zu den Sonnenanbetern, denen Hitze wenig ausmacht. Wird es ihnen doch einmal zu warm, kriechen sie in ihre selbst gegrabenen Erdhöhlen, die immer kühl sind. Als Erfrischung bekommen die Tiere von ihren Pflegern zusätzlich zur täglichen Wasserration manchmal gekühlte Melonenstückchen, erzählte die Presseverantwortliche.

Lamas und Humboldtpinguine haben schon mit Sommertagen mit um die 30 Grad Celsius zu kämpfen, denn in den Anden oder im und am Humboldtstrom vor Peru gibt es derartige Temperaturen nicht. Nun könnte ein Zoobesucher glauben, dass es den Frackträgern reicht, bei großer Hitze einfach in ihrem Becken zu schwimmen. Das stimmt aber nicht, sagt Stefanie Jürss. Das Wasser im Becken erwärmt sich im Sommer, obwohl es schon aus hygienischen Gründen im Kreislauf gepumpt wird. Die Humboldtpinguine, die wie Hunde nicht schwitzen können, bekommen deshalb ab und zu eine kühle Dusche von ihren Tierpflegern. Das gilt auch für Lamas, denen zusätzlich ein Fußbad in kaltem Wasser Erleichterung an heißen Tagen verschafft.

Die europäischen Braunbären Bengt und Björn sind die größten Leckermäuler im Zoo und verputzen an warmen Tagen gern eine Eisbombe mit Früchten, Gemüse, Fisch, Maggi und Honig. Um diese zu erreichen, musste Bengt aber erst auf einen hohen Baum klettern, auf dem die Tierpfleger die Erfrischung versteckt hatten. Natürlich können die Bären mit ihrem dicken Fell jederzeit im Schlossgraben baden und überstehen so auch den heißesten Sommer.