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| 01:04 Uhr

Benefizkonzert für die Opfer der Flut

Wittichenau.. Die Spendenbereitschaft für erste Linderung der Flutschäden in Südostasien ist auch in Wittichenau überwältigend. Das bewies am Sonntagnachmittag das Benefizkonzert in der katholischen Pfarrkirche. Ulrike Herzger

Vier Chöre und ein ökumenisches Bläserensemble hatten sich kurzfristig zu dieser Aktion entschieden - und fanden reichlich Resonanz. Denn mit Beginn des Konzertes war die Kirche bis auf den letzten Platz belegt.
„Musik kennt keine Grenzen“ sang der Kolpingchor unter der Leitung von Ilona Seliger zum Auftakt und ließ danach Veit Zschieschang aus seinen Reihen treten. Er fasste zusammen, was wohl jeder angesichts der Katastrophe am zweiten Weihnachtsfeiertag dachte. „Wir sind entsetzt von dem Ausmaß der Zerstörung und des Leides in Indonesien, Sri Lanka und Thailand. Was kann ich tun„ Welche Möglichkeiten habe ich zu helfen, um dieses unsägliche Leid zu lindern“ Eigene Probleme treten in den Hintergrund - zu groß ist unsere Erschütterung“ , erklärte Veit Zschieschang. Das Benefizkonzert sei ein erster Schritt, Entfernung zu überwinden, „mit kleinen Schritten Großes zu schaffen, um den Menschen in Übersee wieder eine neue Lebensperspektive zu geben“ .
Veit Zschieschang war es, der auf Ilona Seliger zugegangen war, ihr von seiner Idee mit dem Benefizkonzert erzählt habe. Auch bei den anderen Chören brauchten sie keine Überredungskunst. Alle sagten sofort zu. So kam es, dass sich am Sonntag auch der Frauenchor „musica viva“ aus Leippe/Torno von Lothar Kusche, die Vokalgruppe „Kontrapunkt“ , der sorbische Männerchor „Delany“ aus Cunnewalde unter der Leitung von Paul Scholze sowie ein ökumenisches Bläserensemble engagierten.
Verschiedene Rezitationen machten deutlich, weswegen man sich in der Kirche zusammengefunden hatte. Und obwohl es in der Kirche bereits zwei Gottesdienste mit Kollekten für die Flutopfer gegeben hatte und auch die Sternsinger mit dieser Mission unterwegs waren, kam an diesem Nachmittag die Summe von genau 3806,44 Euro zusammen.
In einem Gedicht von Gisela Steineckert heißt es: „Was kann ein Lied?“ Die Spendenbereitschaft in Wittichenau war die Antwort darauf. „Heute ist Musik ein Mittel, anderen in ihrem Leid zu helfen“ , fanden auch Gabriela Gottwald, Christiane Lippitsch und ihre Schwiegermutter aus Wittichenau sowie Maria und Gerhard Hanke aus Dörgenhausen.