| 01:05 Uhr

Beim Termin verrechnet?

Hoyerswerda.. Am liebsten würde Doreen Rosenberger nur immerzu mit ihrem Söhnchen schmusen, so lieb hat sie ihren Niklas und so glücklich ist die 29-Jährige, dass sie endlich Mutterfreuden genießen darf. Schon lange wünschte sich die Hoyerswerdaerin ein Baby. Am Montag, 14. Juli, 7. Heiderose Kinastowski

18 Uhr, lag der Kleine in den Armen seiner Mutti. Doch der hübsche Junge mit dem kohlrabenschwarzen Haarschopf kam sechs Wochen zu früh auf die Welt. Doreen Rosenberger ist überzeugt, dass sich der Gynäkologe geirrt haben muss, denn bei der Entbindung brachte Niklas stolze 3210 Gramm bei einer Größe von 52 Zentimetern auf die Waage.
Dennoch ist ihr Schätzchen ein Frühchen. So führt ihr Weg täglich auf die Station 17, wo ihr Baby in einem Inkubator liegt. Mit bangem Blick schaut sie immer wieder auf den Monitor, um die Werte zu kontrollieren. "Niklas Atmung ist noch unregelmäßig, setzt ab und zu aus, deshalb muss er auf der Frühgeborenenstation betreut werden", erzählt bedrückt Doreen Rosenberger.
„Auf die Idee, unseren Sohn Niklas zu nennen, brachte mich eigentlich eine gute Bekannte“ , erzählt Doreen Rosenberger und fügt hinzu: „Der Sohn heißt nämlich Nikles.“
Schon viele Sachen für den neuen Erdenbürger haben ihre Eltern, Brunhilde und Manfred Rosenberger, eingekauft. Niklas ist ihr zweites Enkelkind. Und sie seien so happy, dass sie sehr oft ihre Tochter und deren Söhnchen besuchen. Schmunzelnd verrät die junge Frau, dass sich ihre Mutti darauf versteift hatte, gemeinsam mit Niklas Geburtstag zu feiern. Sie begehe nämlich am 21. August ihr Wiegenfest und der voraussichtliche Entbindungstermin von Niklas war für den 20. August bestimmt worden.
Bereits vor der Schwangerschaft war die gelernte Köchin arbeitslos. Doreen Rosenberger will allerdings nicht mehr in diesem Metier tätig werden. Nach einer zweijährigen Babypause möchte sie an einer Umschulung teilnehmen. Doch im Moment steht erst einmal Niklas an erster Stelle.