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Beim Teich- und Vereinsfest krähen Hähne um die Wette

Der Sieger des Hähnewettkrähens Hartmut Walther aus Wiednitz brachte es auf 144 Anschläge bei den großen Hähnen.
Der Sieger des Hähnewettkrähens Hartmut Walther aus Wiednitz brachte es auf 144 Anschläge bei den großen Hähnen. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Wiednitz/Bernsdorf. Als der Wiednitzer Ortsvorsteher Gottfried Jurisch am Samstagnachmittag das 26. Teich- und Vereinsfest auf der Wiednitzer Festwiese eröffnete, da sprach er auch von der steten Einsatzbereitschaft der Wiednitzer, wenn es gilt, Feste im Dorf vorzubereiten. hir1

Mit einem Riesenblumenstrauß bedankte er sich bei Edeltraud Ritter, bei der alle Fäden der Festvorbereitung zusammenliefen. Sie erzählte, dass das Organisatorenteam sich dafür aussprach, das Fest mal etwas anders aufzuziehen. Bisher war das immer so, dass die Vereine des Dorfes in kleineren Beiträgen einen Einblick in ihre Arbeit boten. Das war zwar für die Festbesucher eine tolle Sache, doch die Vereine hatten zu ihrem Fest viel Arbeit.

Am Wochenende war es erstmals so, dass sich die Vereine zurücklehnen und feiern konnten. Das wiederum war der Finanzpolitik der Wiednitzer Ortsverwaltung und dem hohen Spendenaufkommen in Vorbereitung des Festes zu verdanken. Jedoch gab es mit dem "Rassegeflügelzuchtverein Bernsdorf und Umgebung" trotzdem einen Verein, der sich wie bei jedem Teich- und Vereinsfest mit einer Volierenausstellung präsentierte. Hinzu kam noch, dass sein Vereinschef Siegfried Costrau aus Wiednitz auf ein 51-jähriges Züchterleben zurückblicken kann. Seine größten Erfolge waren sechsmal der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, sowie einmal Bester bei der Europaschau.

Die großen Gewinner des Festes waren die Wiednitzer Kinder. Für sie wurde wahre Festatmosphäre gezaubert, sei es bei einer kleinen Karusselleisenbahn und beim Pferdereiten oder mit Kutschfahrten. Und Edeltraud Ritter setzte noch einen drauf, indem sie alle Kinder zwischen 16 und 17 Uhr zum kostenlosen Reiten und Kutschfahrten einlud. Aber der absolute Höhepunkt des Festes war am Sonntagmorgen das Hähnewettkrähen. Seit 20 Jahren ist es fester Bestandteil des Wiednitzer Teich- und Dorffestes. Diesmal waren 30 Hähne am Start, und weit über 160 Anhänger des Federviehs hingen sprichwörtlich an den Schnäbeln der Hähne. Mittlerweile gibt es in Wiednitz sogar einen Fanclub dafür. Bei den großen Hähnen wurde mit 144 Anschlägen pro Stunde der Hahn von Hartmut Walter aus Wiednitz, Pokalgewinner. Der "Caruso" unter den Hähnen mit der schönsten Stimme wurde ebenfalls geehrt. Der Hahn, der die ganze Wettkampfzeit keinen Ton von sich gab, diesmal waren es 16 Hähne, erhielt nach Losentscheid ein Beil. Bei den kleinen Hähnen wurde ebenfalls der Hahn mit den meisten Anschlägen prämiert.