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| 02:48 Uhr

Begleitung für junge Asylbewerber ins Berufsleben

Bautzen. (red/br) Die Arbeitsagentur Bautzen unterstützt junge Asylsuchende bei der Berufswahl und klärt frühzeitig deren Stärken sowie Interessen. Ziel ist es, möglichst viele als Fachkräfte für die Unternehmen in der Region zu gewinnen.

"Es ist wichtig, die geflüchteten Menschen, die längere Zeit oder sogar für immer in Deutschland bleiben, bestmöglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mehr als drei Viertel der geflüchteten Menschen haben keinen Berufsabschluss nach unserem Verständnis. Vorrangiges Ziel ist es deshalb, möglichst viele zu einem Berufsabschluss zu führen. Jeder vierte Asylsuchende ist in der Region unter 25 Jahre. Hier ist das Potenzial hoch, Fachkräfte für die regionale Wirtschaft zu gewinnen. Wesentlicher Schlüssel zum Erfolg ist eine enge und frühzeitige Ver-zahnung von Sprachförderung mit Berufsorientierung, betrieblicher Praxis, Ausbildung und Qualifizierung", sagt Thomas Berndt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

Um die jungen Flüchtlinge noch besser zu unterstützen, hat die Agentur für Arbeit Bautzen ab August 2016 die Maßnahmen "Perspektiven für junge Flüchtlinge" und "Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk" vergeben. Die Teilnahmedauer beträgt in der Regel vier bis sechs Monate. Bis Ende Januar haben rund 30 geflüchtete Menschen unter 25 Jahre an den Kursen teilgenommen. Weitere Kurse starten in diesem Monat.

Berufsbilder, Anforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind ganz anders als in den Heimatländern. Berufsorientierung ist somit neben dem Erlernen der deutschen Sprache der erste Schritt, um die jungen Asylsuchenden an eine Ausbildung heranzuführen.

Die Asylsuchenden sollen nach der Maßnahme in der Lage sein, eigenständig eine Berufswahl zu treffen. Vorrangiges Ziel ist es, sie an eine Berufsausbildung heranzuführen.

Die Teilnehmer können in verschiedene Berufsfelder hineinschnuppern, sich in der Werkstatt des Trägers ausprobieren. So können die Interessen, Stärken und Unterstützungsbedarfe der Teilnehmer festgestellt werden. Sie erlernen erste Handgriffe und Fähigkeiten in den Berufsfeldern. Die Asylsuchenden absolvieren zudem Betriebspraktika. Während der gesamten Laufzeit werden berufsbezogene Deutschsprachkenntnisse vermittelt. Außerdem erhalten die Teilnehmer ein Bewerbungstraining.

Die Maßnahme "Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk" konzentriert sich darauf, Geflüchtete auf eine Ausbildung im regionalen Handwerk vorzubereiten. Grundlage ist eine Kooperation der Bundesagentur für Arbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Zentralverband des deutschen Handwerks. Maßnahmeträger ist das BFW Bau Sachsen in Bautzen in Zusammenarbeit mit dem Elektrobildungs- und Technologiezentrum Bautzen.