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| 14:35 Uhr

Beachvolleyball
Viel Schweiß fließt in heißen Sand

Spiel, Satz und Sieg: 60 Hobby- und Freizeitmannschaften kämpften beim diesjährigen Beachvolleyball-Turnier am Silbersee um Sieg und Plätze.
Spiel, Satz und Sieg: 60 Hobby- und Freizeitmannschaften kämpften beim diesjährigen Beachvolleyball-Turnier am Silbersee um Sieg und Plätze. FOTO: Anja Guhlan
Lohsa. 60 Hobbymannschaften haben beim Beachvolleyball-Turnier am Silbersee geschwitzt. Ein Cottbuser Team siegt. Auch die Lohsaer Feuerwehr kommt zum Einsatz. Von Anja Guhlan

Sommer, Sonne, Sand: Beim nunmehr 26. Beachvolleyball-Turnier am Silbersee sind am Wochenende wieder  60 Hobbyteams gegeneinander angetreten. Längst hat es sich unter den Sportlern herumgesprochen, dass dieses Turnier – organisiert vom Sportclub (SC) Hoyerswerda – bestmögliche Bedingungen bietet. „Ohne groß Werbung zu machen, gab es in diesem Jahr wieder mehr Anmeldungen als es die Kapazitätl zulässt. Bei zehn Spielfeldern ist mit 60 Mannschaften das Maximum erreicht“ , erklärt Sandra Weller vom Gastgeber.

Der Sportclub versprach von Anfang an ein heißes Turnier. So spielten die Mannschaften, die sich wieder lustige oder markante Namen wie „Gummibärchenbande“, „Kings of Beach“  oder „Geordnetes Chaos“ nannten, eifrig gegeneinander. Pro Spiel galt es,  25 Minuten lang die meisten Punkte mit seinem Team, dass jeweils aus zwei Männern und zwei Frauen bestehen musste, zu holen. Am Ende siegte die Cottbuser Mannschaft „Achtung, der kleine Bär kommt“.

„Wir sind überglücklich über den Sieg“, sagt Aline van Winsen. Die 29-Jährige ist mit ihrem Team das vierte Mal dabei. „Neben jeder Menge Kraft und Ausdauer braucht man vor allem auch die richtige Taktik für den Sieg“, erklärt sie. Während die schlagkräftigen Männer sich meist um die Angriffe und um die Abwehr kümmern, sorgen die Mädels für schöne Zuspiele.

Andere Teams wie das „Budapester Bumsorchester“ hatten weniger Glück: „Dabei sein und mitmachen ist alles. Wir kommen schon seit einigen Jahren immer wieder, weil es Spaß macht im Beachvolleyball gegeneinander anzutreten“, erklärt Jonas Leuschke (27) aus Bautzen.

Für die nötige Auflockerung der Muskulatur sorgte am Spielfeldrand die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe. Der Medizinpädagoge Frank Neumann unterstützt seit zwei Jahren das Turnier mit jeweils fünf Schülern, die die Sportler mit Massagen wieder fit machen. „Die Muskulatur soll so nochmal gelockert und gedehnt werden. Unsere Auszubildenden im zweiten Lehrjahr gehen mit unglaublich viel Engagement an diese Arbeit heran, zudem fördert es die Praxisanwendung und stärkt das Teamgefühl“, so Neumann.

Ein starkes Teamgefühl hatte auch die Mannschaft von Marius Tietz (27) aus Hoyerswerda dabei. Er ist zwar mit der Leistung seines Teams in diesem Jahr ganz zufrieden, aber die Hoyerswerdaer – Name: „Macht doch alle was ihr wollt“ – schaffte es nur ins Mittelfeld. „Beachvolleyball ist schon etwas anstrengender als Volleyball. Die Bewegungen sind ganz anders, man braucht mehr Arm- und Beinkraft. Zudem mehr Ausdauer und Kondition. Da kommt man schon ganz schön ins Schwitzen“, erklärt er.

Gut ins Schwitzen kamen die Beachvolleyballer natürlich auch wegen der hochsommerlichen Temperaturen.  Das Thermometer kletterte über 30 Grad Celcius, was den Sand auf den Spielfeldern unglaublich heiß machte. „Zum Glück war uns die freiwillige Feuerwehr aus Lohsa behilflich mit Wasser aus dem Silbersee die Spielfelder ab und an etwas abzuspritzen“, erklärt Sandra Weller.

 Auch die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda als größter Unterstützer neben vielen anderen Akteuren und Sponsoren hatten an ihrer Wasserbar allerhand zu tun. „Wir haben an beiden Tagen jeweils  mehr als 480 Liter Wasser kostenlos ausgegeben. Soviel hatten wir noch nie“, resümiert Sybill Zaunick.

Am Ende sind die Organisatoren ganz zufrieden. Gibt es eine nächste Auflage im kommenden Jahr? „Auf jeden Fall“, versichert Sandra Weller. „Hoffentlich bei etwas weniger Hitze. Aber auf keinen Fall bei Regen, dann spielt es sich nämlich noch schwerer als bei tropischen Temperaturen.“