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Bautzener Landrat Harig hält Tarifforderungen für überzogen

Bautzen. Der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) hält die Forderungen der Gewerkschaften während der gegenwärtigen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst für überzogen. Dies machte Harig, der als Präsident des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Sachsen auch direkt an den Verhandlungen beteiligt ist, auf der jüngsten Kreistagssitzung am Montagabend deutlich. ume1

"Der geforderte Sockelbetrag von monatlich 100 Euro mehr zuzüglich 3,5 Prozent würde im Schnitt einem Aufwuchs von 7,2 Prozent entsprechen. Das sind Forderungen, die weit über das hinausgeht, was in anderen Branchen verlangt wird und die uns überfordern", so der Bautzener Landrat.

Den Landkreis Bautzen würde dies nach seinen Angaben mit jährlich zusätzlich 6,5 Millionen Euro belasten. Man habe diesen Forderungen in der ersten Verhandlungsrunde bewusst kein eigenes Angebot entgegengesetzt. "Dass es eine Lohnerhöhung geben muss, steht allerdings außer Zweifel", machte Harig weiterhin deutlich.