Nach vier Jahren Bauzeit wird an diesem Mittwoch (28. Oktober) das neue Klinikgebäude des Bautzener Krankenhauses übergeben. In den Neubau für die Kinder- und Jugendmedizin sowie die Frauenheilkunde und Geburtshilfe flossen laut Unternehmensgruppe „Oberlausitz-Kliniken“ 42 Millionen Euro. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz beteiligte sich mit 25 Millionen Euro Fördergeld.

„Mit dieser Investition stärken wir die medizinische Versorgung im ländlichen Bereich zwischen Dresden und Görlitz“, sagte Reiner E. Rogowski, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe. In dem Gebäudekomplex sollen etwa 200 Menschen arbeiten. Neben der Frauen- und der Kinderklinik wird eine Station für die Behandlung von Alterserkrankungen eingerichtet.

Mit der Fertigstellung des Neubaus endet zugleich die Modernisierung des Krankenhaus-Standortes Bautzen. Sie begann 1998 mit dem Neubau für die Chirurgie, HNO- und Augenheilkunde. Sechs Jahre später erhielten die beiden Medizinischen Kliniken und die Urologie einen Neubau. Insgesamt wurden so in drei Bauabschnitten rund 100 Millionen Euro ausgegeben.

Gebaut wird dennoch weiter. Im kommenden Jahr soll der Hubschrauberlandeplatz saniert werden. Auch eine neue Notaufnahme wird derzeit geplant. „Dann können wir bei Katastrophen gleichzeitig mehr Verletzte aufnehmen“, sagte Rogowski. Im Altbau der ehemaligen Kinder- und Frauenklinik würden Arztpraxen entstehen.

Neben den Krankenhäusern in Bautzen und Bischofswerda gehören Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen zu den Oberlausitz-Kliniken an zwölf Standorten im Landkreis Bautzen. Das Unternehmen beschäftigt 2100 Menschen. Jährlich betreuen sie 130 000 Patienten.