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„Lieblingsplatz für alle“
Baufinale an Heimatstube eingeläutet

Hier sind die Handwerker Helmut Sprejz, Uwe Schudack und Werner Kujasch (v.l.n.r.) im Eingangsbereich der Heimatstube am Werk.
Hier sind die Handwerker Helmut Sprejz, Uwe Schudack und Werner Kujasch (v.l.n.r.) im Eingangsbereich der Heimatstube am Werk. FOTO: amz1
Tätzschwitz. In der alten Tätzschwitzer Schule wird ordentlich rangeklotzt. Denn es bleiben nur noch wenige Tage bis zum Erntedankfest. amz

Und bis dahin soll die Heimatstube im mehr als 100 Jahre alten Schulhaus fertig saniert sein.

Der Eingangsbereich wird neu gestaltet. Eine Galerie mit historischen Tätzschwitzer Ansichten wird die Besucher künftig empfangen. Die Sanitäranlage wurde versetzt und barrierefrei ausgestattet. Der Raum soll noch gefliest werden. Und die veraltete Hauselektrik wird auch auf den neuesten Stand gebracht.

Am Werk sind heimische Handwerker. Finanziert wird alles aus Mitteln der Sächsischen Aufbaubank und der Lausitzer Seenlandstiftung im Rahmen der Aktion "Lieblingsplätze für alle" im Landkreis Bautzen. Auch die Gemeinde Elsterheide unterstützt als Eigentümerin der Schul- und Heimatstube das Projekt.

Die Einheimischen steuern eine beträchtliche Muskelhypothek bei. Darunter ist auch Helmut Sprejz. Der 69-jährige Tätzschwitzer hat die Elektroanlage flott gemacht, schließlich hat der Senior über viele Jahre als Elektromeister gearbeitet. "Ich will als Rentner mein Heimatdorf unterstützen", erklärt der Handwerker im Unruhestand. "Man kennt sich, man hilft sich."

Die Vereinsvorsitzende Martina Petschick hat indes noch weitere Pläne. Denn die Heimatstube selbst platzt aus allen Nähten. "Wir wissen derzeit weder, wo wir viele Exponate lagern, noch wo wir sie angemessen präsentieren können", sagt sie. Deshalb sei ein zweiter Ausstellungsraum ein großer Wunsch. Dann könnte in einem Zimmer die Schulgeschichte gezeigt werden, im anderen die Heimatkunde.

Räume gibt es im altehrwürdigen Schulgebäude noch einige, sie müssten aber hergerichtet werden. Petschick wünscht sich, dass die Einrichtung mittelfristig erweitert wird. Spätestens aber bis zum Jahr 2021. Denn dann gibt es das kleine Museum, das im Schnitt um die 800 Menschen pro Jahr besuchen, genau 20 Jahre.