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| 18:30 Uhr

Spreewitz
Bau eines Zentrums für Gründer und Gewerbe geplant

Petra Lehmann, Geschäftsführerin bei der ASG Spremberg GmbH und dem Zweckverband „Schwarze Pumpe“, zeigt auf den künftigen Standort des Kompetenzzentrums für Gründer und Gewerbe direkt an der Südstraße. Das Zentrum soll von außen öffentlich zugänglich werden.
Petra Lehmann, Geschäftsführerin bei der ASG Spremberg GmbH und dem Zweckverband „Schwarze Pumpe“, zeigt auf den künftigen Standort des Kompetenzzentrums für Gründer und Gewerbe direkt an der Südstraße. Das Zentrum soll von außen öffentlich zugänglich werden. FOTO: Anja Guhlan
Spreewitz. Zweckverband investiert 5,9 Millionen in neues Kompetenzzentrum im sächsischen Industriepark. Innovative Unternehmen sollen langfristig gefördert werden.

Im sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe direkt an der Südstraße soll ein Kompetenzzentrum für Gründer und Gewerbe entstehen. Vor allem die Start-up-Kultur in der Region soll Unterstützung erfahren. „Die wirtschaftliche Kraft des länderübergreifenden Industriestandortes muss aufgrund des gleitenden und kontrollierten Ausstiegs aus der Kohleverstromung eine Neuorientierung erhalten und ausbauen. Ein Teil dieser zukunftsorientierten Maßnahme ist die Schaffung eines Kompetenzzentrums für Gründer und Gewerbe“, erklärt Petra Lehmann, Geschäftsführerin der ASG Spremberg GmbH und des Zweckverbandes „Industriepark Schwarze Pumpe“. Mit der Schaffung eines solchen Kompetenzzentrums soll ein innovationsfördernder Ort in der Lausitz entwickelt werden.

Das Konzept für den barrierefreien Neubau sieht einen Gebäudekomplex aus einem rund 1 400 Quadratmeter großen Bürogebäude und einer rund 2 500 Quadratmeter großen Werkhalle sowie Außenanlagen vor. In dem Bürogebäude sollen bis zu 23 vermietbare Büroeinheiten als Zwei- oder Vier-Personen-Büros sowie auch Gemeinschaftsräume und ein größerer Saal entstehen. Die Werkhalle soll sich aus zwölf variierbaren Werkstattteilen zusammensetzen. Dort könnten Jungunternehmer oder Gewerbetreibende Labore, Versuchsräume oder Werkhallen installieren. Im Außenbereich sollen 88 Pkw-Parkflächen, darunter vier Parkplätze mit Ladesäule für E-Autos, und zusätzliche Stellflächen für LKWs, alles abrunden.

„Potenzielle Mieter haben wir bereits. Rund 60 Prozent der Büroeinheiten sind bereits mit einem Vorvertrag vermietet“, erklärt Lehmann. Sie ist stolz, dass sich darunter auch viel Start-up-Unternehmen befinden. Sie sollen bewusst gefördert und begleitet werden. „So könnten im Rahmen der Wirtschaftsförderung Fragen zur Gründung, zur Netzwerkbildung, zu Fördermittel­anträgen oder Kontakten zu Forschungseinrichtungen auf kürzestem Wege geklärt werden.“

Petra Lehmann weist auch darauf hin, dass bereits zwei der potenziellen Start-up-Mieter auch größere Flächen im Industriepark gesichtet haben, um dort ihre Pilotanlagen zu errichten. Um was für Unternehmen es sich bei den potenziellen Mietern handelt, verschweigt Lehmann jedoch noch. „Langfristig sollen neue und innovative Unternehmen am Standort gefördert und gebunden werden. Zusätzlich könnten die Start-ups mit der Stabilität gewachsener Unternehmen gekoppelt werden“, erklärt die Geschäftsführerin. Am Ende könnten so langfristige und gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen und somit Abwanderungstendenzen entgegengewirkt werden. Lehmann kann sich auch vorstellen, durch die neuen Unternehmen auch Fachkräfte in die Heimat zurückzuholen.

Der geplante Bau eines solchen Kompetenzzentrums soll mit den Erschließungsarbeiten für die Versorgungsmedien möglichst im Juli 2018 beginnen. Ein entsprechender Bauantrag wurde bereits Anfang Juni beim Landratsamt Bautzen gestellt. Eine entsprechende Genehmigung erwartet der Zweckverband im August.

Die Bauzeit soll etwa ein Jahr betragen. Der geplante Einzug ist dementsprechend für das dritte Quartal 2019 vorgesehen. Der Zweckverband wird in das Bauvorhaben rund 5,9 Millionen Euro investieren. Bereits jetzt hat der Freistaat Sachsen einer 90-prozentigen Förderung zugestimmt. Der Geschäftsführerin fiel mit der Entscheidung der sächsischen Landesregierung ein Stein vom Herzen: „Das ist eine richtige und wichtige Entscheidung in Bezug auf den Strukturwandel, die innerhalb weniger Monate gefällt wurde. Damit haben wir Entwicklungssicherheit.“

So könnte das neue Kompetenzzentrum für Gründer und Gewerbe mal aussehen. Der Entwurf zeigt einen Neubau direkt an der Südstraße im Industriepark Schwarze Pumpe.
So könnte das neue Kompetenzzentrum für Gründer und Gewerbe mal aussehen. Der Entwurf zeigt einen Neubau direkt an der Südstraße im Industriepark Schwarze Pumpe. FOTO: Zweckverband