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| 17:10 Uhr

Lausitzer Seenland
Letzte Hürde für den Barbarakanal genommen

 Für die Freigabe des Barbarakanals zwischen dem Geierswalder und dem Partwitzer See fehlt jetzt nur noch der Nutzungsvertrag.
Für die Freigabe des Barbarakanals zwischen dem Geierswalder und dem Partwitzer See fehlt jetzt nur noch der Nutzungsvertrag. FOTO: Peter Radke / foto-radke@gmx.de Fotograf
Hoyerswerda. Alle Partner streben die Öffnung noch in der laufenden Saison an. Der Nutzungsvertrag fehlt aber noch. Von Catrin Würz

Die Wassersportler können es kaum noch erwarten – aber ein konkreter Termin zur Eröffnung des Barbarakanals im Lausitzer Seenland steht auch Anfang Juni noch nicht fest. Denn nachdem die Landesdirektion in Dresden vor ein paar Wochen das Genehmigungsverfahren für die Kanal-Freigabe zum Ende brachte, fehlen nun noch die entsprechenden Vertragswerke und Vereinbarungen, die dazu nötig sind.

Dennoch bleibt die Inbetriebnahme des 1150 Meter langen Überleiters zwischen dem Geierswalder und dem Partwitzer See erklärtes Ziel für die laufende Tourismussaison. Einen weiteren Schritt in diese Richtung hat am Dienstag der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) gemacht. Die Verbandsversammlung hat einstimmig einen so genannten Vorbehaltsbeschluss gefasst. Dieser bekundet den Willen des sächsischen Seenland-Verbandes, einen Nutzungsvertrag mit der Bergbausaniererin LMBV abzuschließen, freilich unter dem Vorbehalt, dass die Bedingungen des Zweckverbandes darin einfließen.

Dass dieses Vertragswerk bislang noch nicht zustande gekommen ist, hänge vor allem damit zusammen, dass sich der LSS-Verband mit seiner nur kleinen Geschäftsstelle bisher überhaupt nicht in der Rolle gesehen hat, die touristische Nutzung des Kanals zu verantworten. „Wir haben immer darauf hingewiesen, dass wir weder kurz- noch mittelfristig so aufgestellt sein können, um dieser Anforderung gerecht zu werden“, erklärte LSS-Gechäftsführer Daniel Just.

Im Januar war dann klar, dass die LMBV aus rechtlichen Gründen für die touristische Nutzung des Barbarakanals einen kommunalen Vertragspartner benötigt. Das kann nun niemand anderes als der Zweckverband mit Sitz in Hoyerswerda sein. „Es gibt einen Entwurf für einen solchen Nutzungsvertrag, der jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht unterschriftsreif ist“, so Just. Damit die Öffnung des Barbarakanals dennoch vorangetrieben werden kann, wurde am Dienstag der Vorbehaltsbeschluss gefasst.

Längst fertig ist indes die schifffahrtstechnische Ausstattung des Kanals. Im Auftrag der LMBV sind Wartestellen für Boote errichtet, Leit­einrichtungen und Tafelzeichen angebracht worden.

 Der Barbarakanal zwischen dem Geierswalder und dem Partwitzer See bleibt auch im Jahr 2018 für Boote und Schiffe geschlossen.
Der Barbarakanal zwischen dem Geierswalder und dem Partwitzer See bleibt auch im Jahr 2018 für Boote und Schiffe geschlossen. FOTO: Peter Radke / foto-radke@gmx.de Fotograf