Eine laute Detonation hat die Bewohner gegen 3.45 Uhr an der Carl-Maria-von-Weber-Straße in Bischofswerda geweckt. Unbekannte Täter hatten hier ein Sparkassenhäuschen samt Geldautomaten in die Luft gesprengt. Nach Informationen der Polizei konnten die Täter mehr als 100 000 Euro erbeuten. Durch die Wucht der Sprengung wurde der Schalterraum nahezu vollständig zerstört. Erste Schätzungen der Bautzener Kreissparkasse zur Schadenssumme liegen im sechsstelligen Bereich. Ein Kriminaltechniker sicherte Spuren, die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Sie bittet um besondere Aufmerksamkeit, wenn rot eingefärbte Geldscheine vorgelegt werden. Sie stammen möglicherweise aus diesem Einbruch. Die hartnäckige Markierung ist nur schwer zu entfernen und bleibt auch an Händen oder Kleidungsstücken haften. Wem rot verfärbte Geldscheine auffallen, sollte umgehend die Polizei informieren.

Immer wieder haben in den vergangenen Monaten Bankomatensprenger in der Lausitz zugeschlagen, allein in Brandenburg knapp 30 Mal. In Ostsachsen waren in diesem Jahr Mücka und Bertsdorf-Hörnitz Anschlagsziele. "2015 wurden in Sachsen zwei Geldautomaten gesprengt", sagt Tom Bernhardt, Pressesprecher vom LKA Sachsen. "Es gibt einen regen Austausch mit den Brandenburger Kollegen zur Aufklärung der Fälle", so Bernhardt.