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| 16:56 Uhr

Baby der Woche
Ganz schnelles Finchen

Susann Hollmann und Heiko Korch aus Steinitz mit Baby Finnja Helene Korch.
Susann Hollmann und Heiko Korch aus Steinitz mit Baby Finnja Helene Korch. FOTO: Arlt Martina
Steinitz. Susann Hollmann und Heiko Korch haben eine äußerst nervenaufreibende Tour von Steinitz zum Geburtensaal im Hoyerswerdaer Klinikum erlebt. Nicht nur, dass es ihr jüngster Nachwuchs sehr eilig hatte. Von Martina Arlt

Heiko Korch hat einfach nur aufgeatmet, dass es seine Susann noch bis zum Geburtensaal geschafft hat. Denn es sah fast so aus, als würde das Kind noch im Auto geboren: Rote Ampeln, Baustellen, Begegnung mit der Polizei, geschlossene Türen und der Fahrstuhl, der sich nicht öffnete, machten die Fahrt zum Klinikum nach Hoy­­erswerda sehr spannend.

„Wir waren ja kurze Zeit davor im Klinikum gewesen, wurden aber wieder nach Hause geschickt“, berichtet Heiko Korch. „Wir waren in Steinitz angekommen, dann dauerte es nicht lange und wir mussten die Tasche wieder packen und die Fahrt ging los. 0.13 Uhr losgefahren, 0.26 Uhr am Klinikum und um 0.35 Uhr ist das Kind geboren. Das war schon Timing pur“, erzählt Heiko Korch. 2.30 Uhr fuhr er wieder Richtung Heimat, denn der Arbeitstag in der Fleischerei Dubau stand bevor. Doch für einen Tag bekam er frei.

Baby Finnja Helene hat damit, dass sie acht Tage vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt kommen wollte und das dann auch noch ganz eilig, geschafft, als 333. Kind im Seenland Klinikum Hoyerswerda geboren zu werden. Das Mädchen, das liebevoll auch Finchen genannt wird, hat am 30. Juli um 0.35 Uhr mit einem Gewicht von 3210 Gramm und einer Größe von 49 Zentimetern das Licht der Welt erblickt.

Die großen Geschwister Alexander (12), Maximilian Gabriel (3) und Lara-Sofie (8) waren schon sehr gespannt auf die kleine Schwester. „Anfangs wussten wir ja nicht, ob Junge oder Mädchen“, erzählt Susann Hollmann. „Als wir von einem Mädchen erfuhren, dachten wir gleich an ein Finchen. So wurde daraus eine Finnja Helene. Finnja ist eine Kopie zu Lara-Sofie. Sie war es auch, die das Erdbeer-Outfit für Finnja aussuchte.“

Damit nicht erst lange Fragen aufkommen, verkündete Heiko Korch zu Ostern die Nachricht von einem Mädchen. Denn bei seinen Geschwistern sind meist Jungen angekommen. Der 38-jährige Fleischer stammt aus Wittichenau, die 36-jährige Susann Hollmann, die zurzeit Hausfrau ist, aus Finsterwalde. Sie arbeiteten beide in der Fleischerei Dubau. Er hatte ein Auge auf sie, doch sie machte ihm das Kennenlernen nicht einfach. „Drei Abfuhren hatte ich bekommen, ich musste schon kämpfen. Dann irgendwann sind wir doch mal Eis essen gegangen. Dann funktionierte das Handy von Susann nicht und das war wohl mein Glück. Es war der Anfang von unserer Beziehung, seit Juli 2016 sind wir ein Paar. Ich habe meine große Liebe gefunden. Im gleichen Jahr sind wir in Steinitz zusammengezogen“, so Heiko Korch.

Er ist gern mit dem Motorrad unterwegs, gehört zur Stammtisch-Biker-Union München. Jedes zweite Jahr ist er dann auch einmal bei der Sternfahrt nach Berlin dabei. Als Sozius ist seine Partnerin gern mit ihm unterwegs. Ansonsten ist die Familie in Steinitz mit Haus und Hof ausgelastet. Finnja Helene ist bereits in der Kita „Koboldland“ in Steinitz angemeldet. Nach eineinhalb Jahren Elternzeit wird Susann Hollmann wieder neuen Anlauf für einen Job nehmen.