ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 03:03 Uhr

Autobahn-Umleitungsstrecke wird saniert

Nieder Seifersdorf. Als nach dem Tunnelbrand am Pfingstmontag 2013 eine Richtungsfahrbahn der BAB 4 zwischen Nieder Seifersdorf und Kodersdorf gesperrt werden musste, verlief die Umleitungsstrecke über Bundes- und Staatsstraßen südlich von Niesky. Dabei kam es vor allem auf der S 122 zu erheblichen Schäden, die jetzt beseitigt werden sollen. Uwe Menschner / ume1

Mehr als 10 000 Fahrzeuge, darunter viele Lkw, wälzten sich vom 18. Mai bis zur Freigabe des Tunnels am 31. Oktober 2013 täglich durch Nieder Seifersdorf und Jänkendorf. Neben den Belastungen für die Anwohner setzten sie auch dem ohnehin schon angegriffenen Straßenbelag zu. Äußerlich sichtbares Anzeichen dafür sind tiefe Spurrillen, vor allem auf dem Abschnitt zwischen den beiden genannten Ortsteilen der Gemeinde Waldhufen. Dieser soll jetzt auch - als erster von insgesamt drei Bauabschnitten - erneuert werden.

"Glücklicherweise beschränken sich die Schäden auf die oberen Schichten des Straßenaufbaus - also auf die Deck- und die Bindeschicht", erklärt Dr. Ralf Hennig von der Ingenieurgesellschaft Dr. Hennig & Partner aus Dresden, die das Bauprojekt im Auftrag des Landesamtes für Straßen und Verkehr (Lasuv) betreut. "Die Tragschicht hingegen ist nicht betroffen. Deshalb können wir es bei einer Deckensanierung belassen." Diese wird im Falle des etwas mehr als vier Kilometer langen ersten Bauabschnittes zwischen Nieder Seifersdorf (Abzweig der BHG-Straße) und Jänkendorf (circa 100 Meter vor der Kreuzung in Richtung Diehsa, etwa in Höhe der Bushaltestelle) rund einen Monat dauern und im September stattfinden.

"Wir haben diesen Zeitpunkt mit Bedacht ausgewählt", versichert Ralf Hennig. In den Schulferien sei der Ausbau der S 112 im Bereich Neucunnewitz geplant. "Beide Straßen gleichzeitig zu bauen, funktioniert nicht." Aufgrund der geringen Straßenbreite sei eine Vollsperrung, verbunden mit einer weiträumigen Umleitung, erforderlich. Diese führt zwischen Löbau und Niesky über die Reißaus-Kreuzung, die Weißenberger Stadtumfahrung und Sproitz. Wer von der BAB 4 nach Niesky möchte, wird in Weißenberg von der Autobahn heruntergelotst. "Wer von der anderen Seite kommt, fährt ohnehin in Kodersdorf runter", so der Bauplaner. Anlieger und Bewohner werden ihre Ziele zu den allermeisten Zeiten erreichen können - mit zwei Ausnahmen: "Für den Einbau der Binde- und der Deckschicht ist jeweils ein Tag der absoluten Sperrung erforderlich. Wir führen diese Arbeiten in vier jeweils einen Kilometer langen Teilabschnitten durch. Außer an diesen zwei Tagen kann jedes Grundstück wenigstens aus einer Richtung erreicht werden. Die ,Tage X' kündigen wir rechtzeitig an", erläutert Ralf Hennig das Prozedere.

Eine Tunnelwartung ist für den Zeitraum der Sanierungsarbeiten nicht geplant, "das verbietet sich von selbst", kann er entsprechende Bedenken von Anwohnern entkräften. Diese ist für den Zeitraum vom 18. bis 28. August geplant. Der Einbau von "Flüsterasphalt" ist nicht vorgesehen, allerdings werde der Geräuschpegel nach Beendigung der Arbeiten "wesentlich unter dem jetzigen" liegen. Einschränkungen gibt es im Bus- und somit auch im Schülerverkehr, da die Haltestellen "Baarsdorf" und "Heinrich" jeweils zwei Wochen lang nicht bedient werden können. Die anderen beiden Bauabschnitte - von der Autobahnabfahrt bis zur BHG-Straße sowie von Jänkendorf bis zur Kreuzung Niesky-Süd - sollen 2015 erfolgen.