ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:40 Uhr

Ausstellung im King-Haus beschäftigt sich mit Namensgeber

Pfarrerin Antje Kruse-Michel lädt in die Ausstellung im King-Haus ein.
Pfarrerin Antje Kruse-Michel lädt in die Ausstellung im King-Haus ein. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Eine Ausstellung über den 1968 ermordeten US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King ist seit gestern und noch bis zum 30. November in der gleichnamigen Kirche der evangelischen Neustadt-Gemeinde zu sehen. dcz1

Anschließend wird sie bis zum 7. Januar in der christlichen Schule Johanneum gezeigt. Die Ausstellung ist für Schüler ab Klasse 7 geeignet und schon jetzt gibt es Interessierte aus Hoyerswerda und dem Umland, freut sich die Pfarrerin des King-Hauses, Antje Kruse-Michel.

Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltlosigkeit und Zivilcourage Werdau hat das Thema "Martin Luther King und die DDR" bearbeitet. Vorgestellt werden sächsische und brandenburgische Kirchen, die Luther Kings Namen tragen - darunter auch das King-Haus Hoyerswerda. Die Ausstellungsmacher zeigen, wie sich Martin Luther Kings Idee der Gewaltlosigkeit in der DDR verbreitet hat und mit dazu beitrug, dass die Revolution 1989 friedlich blieb.

Vom morgigen Sonntag bis zum 16. November findet in der Neustadt-Kirche wieder die ökumenische Friedensdekade statt. Dieses Jahr steht sie unter dem Motto "Kriegsspuren", die im friedlichen Leben Mitteleuropas leider ständig sichtbarer werden. Einerseits stammen sie noch aus dem 1945 zu Ende gegangenen Zweiten Weltkrieg und andererseits bringen sie Flüchtlinge aus Afghanistan oder Syrien mit. Doch erst die Waffen von Firmen aus Deutschland und anderen christlichen Ländern würden militärische Auseinandersetzungen ermöglichen, und der international geführte "Krieg gegen den Terror" werde auch an Bundeswehrstandorten vorbereitet, zog Pfarrer Jörg Michel vom King-Haus Parallelen zu den aktuellen Ereignissen.

Die ökumenische Friedensdekade wird wieder mit zwei Sonntagsgottesdiensten und mit in dem Zeitraum täglich um 19 Uhr stattfindenden Friedensgebeten gestaltet. Diese sollen der geistigen Besinnung, der Ermutigung und der Information der Teilnehmer dienen.

Zum Thema:
Die Bildtafeln sind derzeit im King-Haus von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr zu sehen. Im Johanneum werden sie ab Dezember von 8 bis 15 Uhr gezeugt. Gruppen werden gebeten sich anzumelden.