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| 01:03 Uhr

Ausflug ins Brandenburgische lohnte sich für die Adler-Kicker

Schatzmeister Rainer Schnippa betreute dieses Mal die 1919er und vertraute, durch Urlaub und Arbeit bedingt, einigen Anschlusskadern, damit auch unterstreichend, dass erste und zweite Mannschaft enger zusammenrücken müssen. Klaus Bergmann

Mit dem BSV Cottbus-Ost (früher Fortschritt Cottbus) traf man immerhin auf den letztjährigen Dritten der Landesliga Süd Brandenburg, vergleichbar mit der Bezirksliga Dresden. Kämpferisches und läuferisches Aufbegehren war demzufolge die Devise, um achtbar zu bestehen. Das war nach dem anstrengenden Intervall-Lauftraining der letzten Tage nicht immer einfach. Nach zehnmonatiger Verletzungspause wirkte erstmals Henrik Lempe wieder mit.

Spielerisch überzeugt
1919 überzeugte spielerisch über die volle Distanz und forderte den Gastgeber um den 45-jährigen Libero und Spielertrainer Michael Braun (ehemals Aktivist Schwarze Pumpe und Energie Cottbus) bis zu dessen Grenzen. Besonders zu gefallen wussten Matthias Dorn mit tollen Reaktionen sowie Frank Tuschmo durch seine Schnelligkeit und mit gewachsenem Spielverständnis. Alexander Marchl ist eine echte Verstärkung und für Ronny Wukasch der ideale Partner. Alle Anschlusskader setzten sich erfreulich gut in Szene.
Ein Sieg wäre entsprechend dem Spielverlauf jederzeit verdient gewesen. Einzige Mängel: zu wenige Diagonalpässe, zeitweilige Liederlichkeiten (Zuordnungsprobleme) in der Defensive, auch Undiszipliniertheiten im Spiel nach vorn.
Ein Handelfmeter führte in der 17. Minute zum 1:0 für den Gastgeber. Ein Doppelschlag durch Frank Tuschmo in der 36. und 37. Minute brachte die Gäste mit 2:1 in Vorteil. Dazwischen vereitelte Matthias Dorn zwei klare Möglichkeiten der Cottbuser, die in der 39. Minute nur den Pfosten trafen.
In der 47. Minute hatte Haiko Schnippa eine Riesenchance. Zehn Minuten später traf Frank Tuschmo nur die Querlatte, Silvio Hentschel verzog knapp und Franz Günther parierte glänzend. Schaltpausen und Schlendrian machten sich in den 1919-Reihen breit und das 2:2 in der 70. Minute war die Folge. Ein sehenswertes Zusammenspiel mit Ronny Wukasch brachte durch Alexander Marchl im Gegenzug die erneute Führung, die in der 74. Minute aus schon genannten Gründen wiederum eingebüßt wurde. Ein mächtiger Gewitterguss ließ vermuten, dass es bei diesem 3:3-Unentschieden, aus 1919-Sicht mehr als erfreulich, bleibt.

Elfmeter vergeben
Doch in der 87. Minute folgte noch diese Situation: Thomas Deak, sonst im Tor und wie Matthias Dorn in der zweiten Spielhälfte aufgeboten, holte einen Handelfmeter heraus, den Ronny Wukasch leider vergeigte. Mannschaftsleiter Manfred Werner, nach einem halben Jahr erstmals wieder dabei, hätte sich über einen Sieg in Cottbus noch so sehr gefreut. . .
Am kommenden Mittwoch um 18.30 Uhr bestreitet 1919 ein weiteres Vorbereitungsspiel in Neustadt an der Spree.
Bei 1919 kamen zum Einsatz: Dorn (46. Günther), Kliemant, Kowal, Marchl, Lempe, H. Schnippa, R. Wukasch, Hentschel, Wünsche, Teßmann (46. Deak), Tuschmo.