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Auftrag erfüllt: Ein Bürgerzentrum für alle

Im Herbst 2015 wurde das Bürgerzentrum Braugasse 1 in Betrieb genommen. Jetzt gab es einen ersten Bericht des Kufa-Vereins vor dem Stadtrat.
Im Herbst 2015 wurde das Bürgerzentrum Braugasse 1 in Betrieb genommen. Jetzt gab es einen ersten Bericht des Kufa-Vereins vor dem Stadtrat. FOTO: cw
Hoyerswerda. 39 900 Besucher nutzen pro Jahr die Kufa-Angebote in der Braugasse 1 – als Gast bei Konzert und Kino oder als Kreativer.

(cw) Das 2015 neu eröffnete Bürgerzentrum Braugasse 1 ist zwar jetzt schon deutlich über ein Jahr in Betrieb - doch 2016 war dennoch das erste komplette Jahr mit einem Abrechnungszeitraum von Januar bis Dezember. Und über genau diesen Zeitraum legte Kufa-Geschäftsführer Uwe Proksch jetzt vor dem Hoyerswerdaer Stadtrat Rechenschaft ab. Zahlen, Kosten, aber vor allem auch viele neue Inhalte spielten dabei eine Rolle.

Der Kulturfabrik-Verein betreibt das neue Haus im Auftrag der Stadt als soziokulturelles Zentrum. "Unsere Aufgabe ist es ja: Wir sollen ein Zentrum für alle Bürger sein", erinnerte Uwe Proksch an die vertraglich vereinbarte Zielstellung. Wie breit aufgestellt das Haus in der Tat ist, belegt eine Zahl: Mehr als 70 Kooperationspartner kann die Kufa für das Jahr 2016 benennen. Von A wie Arbeiterwohlfahrt bis W wie Wohnungsgesellschaft haben Vereine, Verbände, Firmen, Parteien, Schulen und Kindereinrichtungen bei Projekten oder freien Veranstaltungen das Bürgerzentrum genutzt. Die Wohnungsgesellschaft hat ihr Firmenjubiläum hier ebenso gefeiert wie die Bekleidungskette H & M ein Mitarbeiterfest. Insgesamt haben im Jahr 2016 rund 39 900 Menschen die Kufa-Angebote im Bürgerzentrum besucht - die Zahl ist ohne das Natz gerechnet, das eine eigene Statistik führt. Zwei Drittel davon nutzten die kulturellen Angebote des Hauses wie Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen, Multivisionsvorträge und natürlich auch die wöchentlichen Kinovorstellungen. Rund 12 500 große und kleine Menschen und damit ein Drittel der Besucherzahl betreffen Workshops und Kurse im kreativen Bereich von Kunst, Theater, Musik und Medien. Alle Veranstaltungen zusammengenommen, bietet die Kufa etwa fünf Angebote pro Tag.

Knapp 500 000 Euro kostete die inhaltliche Arbeit des Vereins im Jahr 2016. Nicht ganz die Hälfte kommt aus Eintrittsgeldern, Teilnehmergebühren sowie Spenden zusammen. Der fehlende Rest wird mit öffentlichen Mitteln des Kulturraumes und auch mit 136 000 Euro aus der Stadtkasse getragen.