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| 12:35 Uhr

Feuerwehrjubiläum
Auf die nächsten 100 Wehrjahre

Großes Jubiläumsfest: Zu den Gratulanten gehörte auch der Lautaer Bürgermeister Frank Lehmann, der der Ortswehrleitung Roland Glausch und Robin Wolf die besten Glückwünsche überbrachte.
Großes Jubiläumsfest: Zu den Gratulanten gehörte auch der Lautaer Bürgermeister Frank Lehmann, der der Ortswehrleitung Roland Glausch und Robin Wolf die besten Glückwünsche überbrachte. FOTO: Anja Guhlan
Laubusch. Jubiläum für die Retter: Freiwillige Feuerwehr in Laubusch feiert 100-jähriges Bestehen mit einer großen Festveranstaltung. Von Anja Guhlan

Pünktlich startete die Festveranstaltung anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr im Laubuscher Kulturhaus. Eine sechsköpfige Arbeitsgruppe um die Kameradin Mandy Ellmer herum innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr aus Laubusch hat vor rund einem halben Jahr begonnen, die Festveranstaltung vorzubereiten. Da wurden Kuppelungen als Kerzenhalter umfunktioniert, Feuerwehrtischdecken bestellt, alte Feuerwehrausrüstungen wieder hergerichtet oder die große Zahl 100 gewerkelt, die schon vorab vor dem Feuerwehrdomizil in Laubusch auf das große Jubiläum hingewiesen hat.

Zu Beginn des großen Festes blickten Ortswehrleiter Roland Glausch und sein Stellvertreter Robin Wolf mit den rund 120 Gästen im Saal auf die  wechselhafte Geschichte der Wehr zurück: Vor 100 Jahren im Januar 1918 gründete man noch in den letzten Kriegsmonaten die Freiwillige Werksfeuerwehr Grube Erika im Altdorf Laubusch. „Als Gerätschaft stand der Wehr damals lediglich eine Handdruckspritze zur Verfügung. Im Jahr 1919 zählte die Wehr aber bereits 18 aktive Mitglieder. Die erste Feuertaufe musste im Dezember 1919 bewältigt werden, als ein Brand in der alten Meisterbaracke ausbrach“, schildert Roland Glausch. 1921 gab es schließlich den ersten Großbrand in der ganzen östlichen Hälfte der Grube Erika. In den Jahren 1927 und 1928 kamen die erste mechanische Leiter und der Bezug des Feuerwehrdepots mit Übungsplatz am Steigerturm. Die Wehr wuchs und wuchs und zählte 1937 immerhin 58 aktive Kameraden.

Doch nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Wehr nach den Plünderungen und der Fabrikdemontage mit der wenigen Löschtechnik einen neuen Anfang finden. Doch es ging wieder aufwärts.  Meilensteine waren unter anderem im Jahr 1962 die Gründung einer Frauenlöschgruppe,  die Auflösung der Betriebswehr im Jahr 1995 zu einer Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Laubusch und schließlich 2014 der Baubeginn des neuen Gerätehauses in Laubusch, das unter anderem nur durch den unermüdlichen Einsatz des leider viel zu früh verstorbenen Kameraden Stefan Urbanski ermöglicht wurde.

15 Wehrleiter führten die Laubuscher Wehr in den vergangenen 100 Jahren. Nun steht Roland Glausch als Ortswehrleiter auf der Bühne und darf die Präsente und Glückwünsche der Gäste entgegennehmen.

So gratulierte unter anderem der Lautaer Bürgermeister Frank Lehmann zum runden Jubiläum. Er dankte allen aktiven und bisherigen Kameraden für den „selbstlosen Einsatz und ihrem Engagement, stets zur Stelle zu sein“. Auch Ortsvorsteher Günter Schmidt überbrachte Glückwünsche, teilweise auch in Gedichtform und wünschte der Wehr auch für die nächsten 100 Jahre eine immer glückliche Heimkehr.

Auch der polnische Bürgermeister Marcin Wycislo aus der Partnergemeinde Himmelwitz kam zur Festveranstaltung mit einer Delegation von polnischen Feuerwehrkameraden und überbrachte auch die herzlichsten Glückwünsche. Zu den weiteren Gratulanten zählte auch der Gemeindewehrleiter Martin Urbanski, Gerd Schöbel vom Kreisfeuerwehrverand Bautzen, der Kreisbrandmeister Manfred Pethran sowie Kameraden der benachbarten Wehren Lauta-Stadt, Lauta-Dorf, Schwarzkollm, Tätzschwitz und Geierswalde. Bis spät in die Nacht wurde das Jubiläum feierlich mit Zaubershow, Lasershow und viel Tanz begangen.