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Auf den Spuren der Nonne: Förster suchen nach Schädlingen

Hoyerswerda.. Im Nordosten Sachsens, in Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat die Nonne in diesem Sommer ganze Wälder zerstört. In den Kronen der typischen Bäume der Lausitz blieben dank des Schädlings zum Teil nur noch rostrote Nadel-Reste.

Auch in Hoyerswerda hatte Forstamtsleiter Holm Karraß noch vor Monaten gezittert. Doch nun steht fest: Die Nonne hat die hiesigen Bäume verschont. „Wenn das weiter so läuft, haben wir nichts zu befürchten“ , sagt Holm Karraß.
In den Lockstoff-Fallen, die im vergangenen Jahr ausgebracht worden waren, wurde die kritische Zahl der Falter nicht überschritten. Demnächst bringt Karraß mit seinem Team die Pheromon-Fallen erneut in den Wäldern an. Denn Anfang dieses Monats verpuppen sich die Raupen und entwickeln sich zu Faltern, die wieder neue Eier legen. Anfang Mai schlüpfen aus ihnen die Raupen, kriechen in die Kronen der Kiefern, fressen dort an den Nadeln oder beißen sie ganz ab. Treten die Nonnen in Massen auf, kommt es zum Kahlfraß. Dass die Wälder um Hoyerswerda bisher verschont geblieben sind, ist kein Beweis dafür, dass die Gegend nicht auf dem Speiseplan des Schädlings steht. „Theoretisch kann jedes Gebiet von den Schädlingen überfallen werden“ , weiß Karraß. (ck)