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| 14:39 Uhr

Landwirtschaft
Auf den Feldern ist es extrem brenzlig

 Die Feuerwehren sind am Wochenende auch im Landkreis Bautzen im Dauereinsatz gewesen. Neben dem Großbrand auf einem Getreidefeld bei Halbendorf (Kreis Görlitz) war am Sonnabend auch ein Feldbrand auf etwa 800 Quadratmetern bei Schwarzkollm zu löschen.
Die Feuerwehren sind am Wochenende auch im Landkreis Bautzen im Dauereinsatz gewesen. Neben dem Großbrand auf einem Getreidefeld bei Halbendorf (Kreis Görlitz) war am Sonnabend auch ein Feldbrand auf etwa 800 Quadratmetern bei Schwarzkollm zu löschen. FOTO: Joachim Rehle
Schwarzkollm. Feuerwehren müssen am Wochenende auf einem Getreidefeld bei Schwarzkollm zum Löscheinsatz. Dieser zweite Hitzesommer in Folge macht den Bauern das Leben extrem schwer.

Die freiwilligen Feuerwehren sind in Ostsachsen am Wochenende im Dauereinsatz gewesen. Das bestätigt der Schichtführer der Leitstelle für die Region in Hoyerswerda, René Ziesche, am Sonntag.

Demnach sind Löschkräfte allein in den 24 Stunden vom Sonnabend- zum Sonntagmorgen im Kreis Görlitz zu acht, im Kreis Bautzen sogar zu 15 Einsätzen ausgerückt.

Zur Mittagsstunde war am Sonnabend auf einem Getreideschlag bei Schwarzkollm ein Feuer ausgelöst worden. Vermutlich bei Erntearbeiten. Bis auf etwa 800 Quadratmeter hatten sich die Flammen ausbreiten können.

In Ostdeutschland hat die Ernte des Korn sehr früh begonnen. Die anhaltende Wärme und die starke Sonneneinstrahlung hat das Korn schneller reifen lassen. Für die bauern geht es darum, jetzt den optimalen Erntezeitpunkt abzupassen. Und dann laufen die Mähdrescher praktisch heiß.

Auf vielen Schlägen hoffen die Lausitzer Landwirte, nach der extremen Trockenheit wenigstens noch die Hälfte des normalen Ertrages vom Halm holen zu können. Die Ähren lassen teilweise auf eine durchschnittliche Ernte hoffen. Auf einigen Flächen aber soll das Getreide auch nur noch untergepflügt werden, weil sich der Einsatz der Erntemaschinen überhaupt nicht lohnt. Der vergangene Dürresommer hatte den Pflanzenbauern zwar wirtschaftlich deutlich mehr zugesetzt. Aber die Lage wird auch in diesem Jahr alles andere als rosig beschrieben. Denn die Bodenfeuchte ist auch in Folge der Dürre nun zweiter Sommer in der Tiefe noch viel zu gering. Das Getreide ist jetzt in der Phase der Kornfüllung, die noch nicht ganz abgeschlossen ist. Für Mais und Gras als Tierfutter werden die Niederschläge im Juli und August entscheidend. Zwei Extremjahre aufeinander folgend sind bislang höchst selten gewesen.

(kw)