Die Planungen für das neue Gewerbegebiet für Bootsbauer und Dienstleister nebst Hafenanlage werden vorangetrieben. Frühzeitig sind die Bürger einbezogen worden. Bedenken haben die Liesker Bürger in der ersten Beteiligungsrunde bereits geäußert. Anwohner befürchten vor allem noch größere Lärmbelästigungen durch Testfahrten mit Motorbooten auf dem Gewässer. Die Starts und Landungen der Flieger seien schon belastend genug, so die Kritik.

“So ruhig, wie der See jetzt ist, wird er nicht bleiben„, stellt Volker Mielchen fest. Auch für dieses Gewässer der Bergbaufolgelandschaft sei eine Entwicklung angestrebt. “Wir werden uns aber auch starkmachen gegen Wildwest„, verspricht der Projektleiter.

Die Schifffahrtsverordnung für das Lausitzer Seenland, der letztlich auch die Wasserflugzeuge unterliegen werden, soll länderübergreifend einheitlich geregelt werden. “Auf dem Wasser ist ein Flugzeug rechtlich ein Boot„, erklärt Volker Mielchen. Ein Arbeitstreffen der Zweckverbände in Brandenburg und Sachsen zur Schiffbarkeit der Seenkette mit den Anrainer-Kommunen und beteiligten Behörden ist für das Frühjahr dieses Jahres geplant, bestätigt Seenland-Koordinatorin Petra Kockert.

“Innovation und Entwicklung in einem ausgewogenen Maß sind das Ziel auch für den Sedlitzer See„, versichert Volker Mielchen. Die derzeit rundum beschauliche Ruhe, die die Dorfbewohner sich weiter wünschen, werde es freilich dauerhaft nicht geben. Hohe Emissionen werden aber ausgeschlossen. Ausschließlich Handwerk und Gewerbe werden angesiedelt. Die Pläne für die gewerblichen Flächen, für die bereits 20 Kaufinteressenten angeklopft haben, werden weiter breit diskutiert. 350 Arbeitsplätze sind angekündigt. KaWe