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Auch neue Heime für Störche gemacht

Günther Sommer zeigt den Schülern, wie sie aus Weidenzweigen ein Storchenhorst flechten. Die neuen Exemplare sollen verschlissene im Bereich des Landkreises Bautzen ersetzen. Bei dem Angebot zum Welttag des Buches drehte sich alles um den Storch.
Günther Sommer zeigt den Schülern, wie sie aus Weidenzweigen ein Storchenhorst flechten. Die neuen Exemplare sollen verschlissene im Bereich des Landkreises Bautzen ersetzen. Bei dem Angebot zum Welttag des Buches drehte sich alles um den Storch. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Am Welttag des Buches hat die Stadtbibliothek einmal mehr gezeigt, dass sie mehr kann, als nur Bücher und CDs zu verleihen. Die Mitarbeiter haben mit vielen Partnern den Thementag Storch organisiert. dcz1

Zwölf Hoyerswerdaer Grundschulklassen erfuhren an elf Stationen viel Neues über Adebar. Die fachliche Wissensvermittlung übernahm die Zoopädagogin Ilka Weidig aus dem Zoo Görlitz mit Plastikstorch Rudi und vielen selbst gestalteten Malbüchern für die Kinder. Die Zweitklässlerinnen aus der Grundschule "Am Adler" wussten schon viel, von der Zoopädagogin erfuhren sie weitere Details. Den Gebrauch eines langen Plasteschnabels konnten die Mädchen selbst ausprobieren. Der Zoo Görlitz betreibt eine Wildtierauffangstation, wo auch verletzte Störche gesund gepflegt und wieder auswildert werden.

Beim Bau von drei großen Storchenhorsten konnten die Besucher vor dem Eingang der Bibliothek helfen. Günther Sommer vom Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft hatte die Horstgestelle mitgebracht. Er zeigte den Kindern, wie die biegsamen Weidenruten geschnitten und durch das Gestell gefädelt werden. Justin erinnerte diese Arbeit an das Flechten eines Korbes, das hatte er schon einmal gemacht. "Die neuen Horste werden im Landkreis Bautzen verschlissene ersetzen", erklärte Günther Sommer. Er freute sich, dass sich bei dieser Aktion viele Bibliotheksbesucher aktiv beteiligen.

Doch es wurden auch Geschichten vorgelesen, gespielt und gebastelt. Mitarbeiter des Naturwissenschaftlichen Kinder- und Jugendzentrums (Natz) falteten mit den Schülern Origami-Störche und erzählten ihnen die traurige Geschichte des japanischen Mädchens Sadako. Sie wurde 1945 beim Atombombenabwurf in Hiroshima verstrahlt und hoffte, nach dem Falten von 1000 Kranichen gesund zu werden. Ihr Wunsch erfüllte sich leider nicht.

In einer anderen Ecke der Bibliothek empfing das Familienbildungszentrum Bischofswerda, das zum Regionalteam Hoyerswerda gehört, seine Gäste. Die Mitarbeiter spielten mit den Grundschülern die Fabel vom Storch und dem Fuchs nach.