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| 02:50 Uhr

Auch Lutherhaus ist Welterbe-Kandidat

Das Lutherhaus an der Hoyerswerdaer Johanneskirche würde von der Ernennung der Otto-Bartning-Notkirchen zum Weltkulturerbe profitieren. Foto: ume1
Das Lutherhaus an der Hoyerswerdaer Johanneskirche würde von der Ernennung der Otto-Bartning-Notkirchen zum Weltkulturerbe profitieren. Foto: ume1 FOTO: ume1
Hoyerswerda. Wenn die Otto-Bartning-Notkirchen in Deutschland tatsächlich zum Weltkulturerbe ernannt werden, dann könnte sich auch Hoyerswerda einer Weltkulturerbestätte rühmen. Ebenso wie die Gustav-Adolf-Kirche in Lodenau entstand auch das Lutherhaus an der Johanneskirche im Zuge des Notkirchenprogrammes zwischen 1947 und 1953. ume1

Das größtenteils aus Holz auf den Grundmauern der früheren Superintendentur errichtete schlichte Kirchengebäude wurde im November 1951 als eines der letzten innerhalb des Notkirchen-Programmes eingeweiht.

"Mit Ausnahme einiger kleinerer Anbauten, die in der Folgezeit entstanden, entspricht das Lutherhaus noch heute seinem Originalzustand", erklärt Heinrich Koch, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Hoyerswerda. Er freue sich, dass die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Notkirchen durch die Bemühungen um Aufnahme in das Weltkulturerbe "endlich die ihnen zustehende Aufmerksamkeit erfahren" und zählt auch zu den Unterstützern der Petition, die im Internet zahlreiche Unterzeichner fand. Schließlich sei das Notkirchenprogramm ein wichtiger Meilenstein in der jüngeren deutschen Kirchengeschichte gewesen, argumentiert de Superintendent für die Aufnahme ins Weltkulturerbe.

Noch heute spiele das Lutherhaus (ursprünglich als "Schwedenhaus" bezeichnet) eine wichtige Rolle im Leben der evangelischen Johanneskirchengemeinde, wie Heinrich Koch betont: "Als Gemeindehaus dient es als Treffpunkt für alle Aktivitäten der verschiedenen Gruppen innerhalb der Kirchgemeinde, außerdem finden dort zahlreiche Veranstaltungen statt. Und wenn es sehr kalt ist, nutzen wir es auch als Winterkirche für die Gottesdienste."

Da das Haus auch schon etwas in die Jahre gekommen ist, macht sich die Kirchgemeinde Gedanken über eine Sanierung: "Eigentlich sollte sie schon in diesem Jahr erfolgen, allerdings hat das dann doch nicht geklappt", wie der Superintendent erklärt. Neben der Restaurierung der Holzkonstruktion stehe in diesem Zuge auch eine energetische Sanierung auf der Tagesordnung. Wann es dazu kommen wird, kann Heinrich Koch allerdings noch nicht sagen.