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| 15:13 Uhr

Hilfe
Annelie Masch unterstützt Hilfsaktionen für Rumänien

Annelie Masch belädt den Transporter. Foto: Katrin Demczenko
Annelie Masch belädt den Transporter. Foto: Katrin Demczenko FOTO: Katrin Demczenko
Annelie Masch selbst lebt seit über 25 Jahren nach dem Motto: „Was ich nicht mehr brauche, kann ein anderer noch nutzen“.

Hoyerswerda (dcz) Gebrauchte, aber gut erhaltene Bettwäsche, Handtücher, Männer-, Frauen- sowie Kinderkleidung verpackt die Hoyerswerdaerin Annelie Masch mehrmals jährlich in große schwarze Plastiksäcke. Diese landen aber nicht etwa im Abfall, nein, sie werden in Rumänien weitergenutzt.

Günther Pfaffel, ein Nachbar der Seniorin, bringt ihr noch schnell einen Karton gespendeten Geschirrs vorbei, der wie ein Klappbett, Gartengeräte und ein rosa Puppenwagen darauf wartet, von Reinhard Scheffer mit dem Auto abgeholt zu werden. Dieser kommt seit dem Jahr 2015 im Frühjahr und im Herbst nach Hoyerswerda und fährt die Sachen zu Ilona Schmidt nach Kleinwelka. Die Unternehmerin besitzt dort einen Blumen- und Geschenkeladen und sammelt in ihrem Ort ebenfalls Hilfsgüter. Wenn zwei Transporter mit je 3,5 Tonnen Gesamtgewicht voll beladen sind, machen sich Schmidts damit auf den Weg nach Pesac in Westrumänien, erzählte Annelie Masch. „Freitag nach der Arbeit beginnt die weite Fahrt und Sonntag geht es zurück“, hat sie von Ilona Schmidt erfahren. Trotzdem möchte die Rentnerin Annelie Masch diese anstrengende Reise einmal selbst unternehmen, um die Empfänger der HiIfsgüter kennen zu lernen und ihre Lebensbedingungen zu sehen. Danach könne sie sicher noch passgenauer helfen, so die engagierte Frau. Sie betonte, dass die Unterstützung der Menschen in Pesac „eine rein private Aktion“ ist. Auslöser war die Bekanntschaft von Ilona Schmidt mit einer Rumänin aus diesem Ort, die in Deutschland arbeitet.

Annelie Masch selbst lebt seit über 25 Jahren nach dem Motto: „Was ich nicht mehr brauche, kann ein anderer noch nutzen“. Angefangen hatte alles mit Kleidung, die ihrem Nachwuchs nicht mehr passte. Statt die Sachen wegzuwerfen, gab sie sie ins Kinderheim Schwarze Pumpe. In den 1990er- und 2000er-Jahren waren gespendete Gegenstände, die von Annelie Masch, ihrer Familie, von Verwandten und Bekannten stammten, Teil der Hilfslieferungen der Landeskirchlichen Gemeinschaft Hoyerswerda. Diese gingen vorwiegend nach Litauen und Polen, erzählte die 67jährige. Zu ihren Unterstützern gehören kontinuierlich von damals bis heute Freunde, mit denen sie ins Fitnessstudio geht und Menschen, die Angebote des "VBFF – Vereinbarkeit von Beruf und Familien fördern in Ostsachsen" nutzen. Dort ist Annelie Masch als Alltagsbegleiterin und Puppenspielerin ehrenamtlich aktiv, weil ihr auch das Wohl bedürftiger Menschen in Hoyerswerda am Herzen liegt.