Das Hauptargument: Der Ort Schönwalde wäre dann von drei Seiten von Windparks umgeben.

"Dieser Ansatz ist im überarbeiteten Entwurf des Regionalplans nicht mehr vorhanden", informiert Unterspreewalds Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine. "Andererseits haben wir auch den Windpark Dubener Platte um eine große Fläche auf unserer Gemarkung erweitert." Dennoch sieht er die Bewegung im Regionalplan-Entwurf als Erfolg für ein umfangreiches Planungswerk von 2008, das mit viel Arbeit und Kosten verbunden gewesen war. "Das Geld, das wir damals in die Hand genommen haben, scheint sich gelohnt zu haben", so Kleine. "Das Büro hat uns eine Menge Sachargumente geliefert, die wir sonst nicht gehabt hätten." Die geplante Spiegelung des Windparks hatte damals für Aufruhr gesorgt. Das Amt Unterspreewald war sogar entschlossen, dagegen vor Gericht zu ziehen. Dem kam die Regionalplanung zuvor.

Vor diesem Hintergrund schob die Unterspreewälder Verwaltung ein entsprechendes Planungswerk für die Gemeinden Kasel-Golzig, Steinreich und Drahnsdorf an. Der Entwurf des sachlichen und räumlichen Teilflächennutzungsplans "Windkraftnutzung" wird nun öffentlich ausgelegt. 21 Flächen in den drei Gemeinden hatte das Büro "Plan und Recht" untersucht und geprüft. Im Ergebnis wurden drei Konzentrationsflächen in Kasel-Golzig, Steinreich und Drahnsdorf in den Teilflächennutzungsplan aufgenommen. Damit soll eine unkontrollierte Bebauung der Landschaft mit Windkraftanlagen verhindert werden.