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| 02:42 Uhr

Amerikanischer Missionar will Hoyerswerda bekehren

Missionar Doug Presley mit seiner Familie im Hof des Charismatischen Zentrums in Hoyerswerda. Seine Frau Anna (links) ist auch Missionarin. Sie haben drei Kinder: Kenna, Kemily und Kellison.
Missionar Doug Presley mit seiner Familie im Hof des Charismatischen Zentrums in Hoyerswerda. Seine Frau Anna (links) ist auch Missionarin. Sie haben drei Kinder: Kenna, Kemily und Kellison. FOTO: Hirschfeld/hir1
Hoyerswerda. Presley in Deutschland? Ungewöhnlich ist das nicht. Doug Presley eifert jedoch nicht Rock'n'Roll-Legende Elvis nach. Er missioniert. Und seine Familie hat er aus den USA nach Hoyerswerda mitgebracht. Heinz Hirschfeld/hir1

Als sich Mister Presley vorstellte, sagte er gleich: "Ich heiße mit Nachnamen genauso wie Elvis, kann aber nicht so gut singen. Was ich mit Elvis trotzdem gemeinsam habe, ist, dass unser Aufenthalt in Deutschland uns zu ‚Germanyfans' gemacht hat", sagt Douglas Presley und lacht. Er stammt aus Oklahoma und wurde von seiner Heimatgemeinde als Missionar nach Deutschland geschickt, konkret nach Hoyerswerda. Der 45-jährige Missionar wohnt mit seiner Familie im Charismatischen Zentrum Hoyerswerda in der Collinsstraße.

Unterwegs als Menschenfischer

Michael Tschapek, Pastor der Hoyerswerdaer Pfingstgemeinde des Charismatischen Zentrums, ist froh über die Verstärkung aus Oklahoma. Allein die Gottesdienste im Charismatischen Zentrum sind mit Doug Presley und seiner Familie lebendiger geworden. Doch Doug wäre nicht Doug, wenn er seine Arbeit auf Hoyerswerda beschränken würde. Gepredigt hat er auch schon in Weißwasser, Lauchhammer, Finsterwalde und bei Straßenpredigten in Aschaffenburg, Berlin und Hoyerswerda. Als "Menschenfischer" erzählt er den Menschen von Jesus Christus.

Ablehnung und Interesse

Wie er erzählt, stößt er dabei auf Interesse, aber auch auf totale Ablehnung. "Da muss man ganz einfach die Geschichte der Menschen in Betracht ziehen", sagt er. Viele Menschen, die in der DDR aufgewachsen seien, kennen in der Regel nichts von Jesus Christus, und haben ein Bild von der Welt, in der Jesus keine Rolle spielt, so der Missionar. Aber vor allem die jüngeren Familien seien aufgeschlossen und freundlich. "Und dann erzähle ich von Jesus Christus, von den Möglichkeiten, ihn kennenzulernen. Auch er hat aus meinem unzufriedenen Leben vor mehreren Jahrzehnten ein zufriedenes und erfülltes Leben gemacht", erzählt Doug Presley.

Dougs Ehefrau Anna ist ebenfalls Missionarin. Seine drei Töchter Kellison, Kenna und Kemily nutzen den Aufenthalt in Deutschland, um ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. Kellison, die "Älteste" der Drei, kann teilweise schon besser deutsch als ihr Vater. Die zweieinhalb Jahre Hoyerswerda haben ihn geprägt. Er hat schon seine nächsten Predigtorte festgemacht. Außer Hoyerswerda wird er in Lauchhammer und Finsterwalde predigen. Auf die Frage, wie lange er in Ostdeutschland arbeiten wird, zuckt er die Schultern. "Bis ich meine Arbeit hier getan habe", sagt er.