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| 02:39 Uhr

Am Ziegengehege fängt Martin einen Webarak

Auch Stefan Rädisch ist im Zoo Hoyerswerda auf Pokémon-Jagd gewesen.
Auch Stefan Rädisch ist im Zoo Hoyerswerda auf Pokémon-Jagd gewesen. FOTO: K. Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Der Grund für die tagesaktuelle Häufung der Pokémons im Zoo Hoyerswerda am Sonntag ist der erste Geburtstag der weltweit verfügbaren Pokémon-Go App, sagt Zooleiter Eugène Bruins. Die Einrichtung hatte zu dem Ereignis 40 Lockmodule an den ständig vorhandenen zehn Poké-Stops zwischen den Tiergehegen freigeschaltet, wo Fans die computeranimierten Wesen mit ihren Smartphones einfangen können. dcz1

Eugène Bruins war ebenfalls mit seinem Smartphone unterwegs und erwischte am Poké-Stop an der Plastik Kinderreigen ein Goldini. "Mit doppelter Punktzahl", vermerkte er befriedigtdenn . Er findet gut, dass ihm dieses Hobby täglich Bewegung an der frischen Luft verschafft und dass er damit ein Stück weit in der Welt seiner Kinder leben kann.

Bei der schon zweiten Pokémonjagd zwischen den Tiergehegen registrierte der Zooleiter über 50 Teilnehmer - Familien mit Kindern, Jugendliche und junge Erwachsene. Insbesondere dieses Klientel, dass sich sonst weniger für die Einrichtung interessiert, bekam so die Möglichkeit, auch die realen Tiere und Kunstwerke anzuschauen. Die Eintrittsgelder aller Pokémonjäger werden für den Bau der geplanten Afrikasavanne gespendet, die das Herzstück des entstehenden Geozoos bilden wird, erklärte Eugène Bruins. "Nächstes Jahr soll Baustart sein."

Doch am Samstag standen für Stefan Rädisch aus Kamenz, Martin Schlaffer aus Hoyerswerda und Gäste aus Niesky erst einmal Pokémons im Mittelpunkt. Die Begeisterung für die computeranimierten Wesen hatte sie alle als Kinder und Jugendliche in den 1990er-Jahren erfasst, als die einschlägigen Gameboy-Spiele aktuell waren. Heute finden sie es gut, dass sie die Jagd auf das gewöhnliche Pokémon Rattfratz oder das seltene Dratini regelmäßig zu den Poké-Stops in der Region führt.

"Jeder will seine Sammlung vervollständigen", sagte Stefan Rädisch und ein Gespräch über das erreichte Level oder Trainingsmethoden für die virtuellen Monstertierchen kommt schnell in Gang. Nur gemeinsam können Stefan Rädisch und sein Freund Martin Schlaffer mit ihren Pokémons gegen das feuerspuckende Flamara kämpfen. Dazu müssen beide eine virtuelle Arena aufsuchen, am Sonntag war das jene am Sorbenbrunnen hinter dem Schloss.

Ihren Kampf haben sie leider verloren, aber sie können ihn mit Unterstützung anderer Spieler wiederholen, erklärte Martin Schlaffer. Er freute sich, am Ziegengehege ein Webarak gefangen zu haben, das ihm noch in seiner Sammlung fehlte.