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Am Vierten wird für Lehmann der Erste sein

Das Warten hat bald ein Ende: Frank Lehmann wird ab dem 4. Mai täglich ins Lautaer Rathaus gehen, um seiner neuen Tätigkeit als Bürgermeister nachzugehen.
Das Warten hat bald ein Ende: Frank Lehmann wird ab dem 4. Mai täglich ins Lautaer Rathaus gehen, um seiner neuen Tätigkeit als Bürgermeister nachzugehen. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Lauta. Nach genau sechs Jahren und fünf Monaten als Kämmerer in Spreetal wird Frank Lehmann am 4. Mai seinen Posten als Bürgermeister im Lautaer Rathaus antreten. Eine der ersten Aufgaben des seit Freitag 37-Jährigen wird dann der Haushalt sein. Anja Guhlan / ang1 ang1

Offiziell tritt Lehman am 1. Mai sein Amt an. Aufgrund des Feiertages und des darauffolgenden Wochenendes wird er aber erst am 4. Mai zum ersten Mal im Chefsessel sitzen. Die Vorbereitungen laufen aber auf vielen Ebenen. "Momentan gibt es noch jede Menge zu tun", erklärt Lehmann. Als Allererstes müssen organisatorische Angelegenheiten geklärt werden. Denn der bisherige angestellte Kämmerer Lehmann wird als Bürgermeister ein Wahlbeamter sein. "Hierbei muss ich aus versicherungsrelevanter Sicht und auch bei einigen persönlichen Verhältnissen Entscheidungen treffen und Hinweise beachten", so Lehmann.

Außerdem arbeitet sich Lehmann in Lautaer Verwaltungsthemen ein. "Bei der inhaltlichen Auseinandersetzung habe ich mir vorgenommen eine Prioritätenliste zu erstellen", erklärt Lehmann. Er habe in seinem Wahlprogramm Versprechen gegeben, aber auch bei Gesprächen mit Bürgern etliche Hinweise aufgenommen. "Diese Punkte heißt es jetzt zu sortieren und nach Prioritäten zu gewichten", meint er. Er setze lieber auf eine Liste mehr, als etwas zu vergessen.

Er freue sich auf seinen ersten Arbeitstag als Bürgermeister. Aufgeregt wird er erst ein paar Tage vorher sein, schätzt er ein. Aber etwas Lampenfieber gehört für ihn mit dazu. "Es ist wie bei Musikern: Die Aufregung bringt die Spannung auf den Punkt, bei dem man seine Leistung abrufen kann", erklärt er. Dennoch geht er mit Respekt und Ehrfurcht an seine künftigen Aufgaben heran. "Das Amt des Bürgermeisters ist nur geliehen. Und ich will es durch ehrliche, konsequente und gute Arbeit zurückgeben", erklärt Lehmann.

Als Erstes geht es um Haushalt

Als Erstes wird sich der ehemalige Spreetaler Kämmerer mit dem Stadtrat wohl um den Haushaltsplan 2015/16 und um die Vorbereitungen zum Stadtfest kümmern. Eigentlich sollten schon da neue Veränderungen greifen. "Da die Planungen bei beiden Punkten schon sehr weit vorangeschritten sind, wird nur ein Teil des neuen, roten Fadens zum Vorschein kommen", prognostiziert Lehmann.

Seinen Job als Kämmerer lässt er mit einem schweren Gefühl hinter sich. "Es fällt mir nicht leicht, dort meine Zelte abzubrechen." Ihm habe die Arbeit als Kämmerer in der Gemeinde Spreetal stets gefallen. Durch seine dortige Arbeit hat er viel über Verwaltungstätigkeiten lernen können. Dafür sei er dankbar, sagt Lehmann. Doch nun wird er einen neuen Weg gehen. Für sieben Jahre wird er nun das Bürgermeisteramt in Lauta bekleiden. Vereidigt werden soll Lehmann in der Stadtratssitzung im Mai.

Vor einem Monat hatte er sich bei der Bürgermeisterwahl in Lauta mit 59,7 Prozent gegen seinen Mitbewerber, den amtierenden Bürgermeister Hellfried Ruhland, durchgesetzt. Zahlreiche Glückwünsche erreichten ihn nach der Wahl. "Ich freue mich immer noch sehr über den großen Zuspruch, den ich erhalten habe. Doch dieser Zuspruch ist Ansporn und Verpflichtung zugleich", sagt Frank Lehmann. Er wisse, welche Verantwortung demnächst auf ihn zu kommt. "Doch mit Gottes Hilfe und der Hilfe vieler Anderer werde ich dieses Amt gut meistern."

Zum Thema:
Die Gemeinde Spreetal hat die Stelle des Kämmerers neu ausgeschrieben, die Frank Lehmann innehatte. Laut Doris Nawrazala, Verwaltungsangestellte für Personal in Spreetal, gibt es eine Bewerberanzahl im zweistelligen Bereich. Zum Vorstellungsgespräch in der kommenden Woche sollen jedoch nur die Bewerber eingeladen werden, die sämtliche Anforderungen an die Stelle auch erfüllen. "Wir hoffen zum Monat Mai unseren neuen Kämmerer oder neue Kämmerin bei uns begrüßen zu dürfen", so Nawarzala und fügt hinzu: "Da sich jedoch viele Bewerber in einem Angestelltenverhältnis befinden, könnte der Eintrittstermin sich auch nach weiter hinten verschieben." ang1