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| 16:32 Uhr

Kindertag
Am Kindertag sind die Kleinen die Größten

Marco Pollan mit seinen Töchtern Jessica und Vanessa. Die Mädchen freuen sich aufs Indianerfest in ihrer Kita.
Marco Pollan mit seinen Töchtern Jessica und Vanessa. Die Mädchen freuen sich aufs Indianerfest in ihrer Kita. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Am 1. Juni wollen Mädchen und Jungen in Hoyerswerda feiern oder freuen sich aufs Baden in Wittichenau. Von Katrin Demczenko

Das haben die heutigen Eltern und Großeltern vor vielen Jahren am 1. Juni erlebt und so soll es auch für ihre Kinder und Enkel sein. Petra Siebke, die Oma des zehnjährigen Jonas, ist in Hoy­erswerda aufgewachsen und erzählt noch heute begeistert von Festen zum Internationalen Kindertag, die in ihrer Schule stattfanden. An Geschenke von ihren Eltern erinnert sich die Seniorin nicht, aber Jonas und ihren anderen Enkeln wird sie am 1. Juni eine kleine Überraschung bereiten. Der Junge freute sich erst einmal über seine mit „Sehr gut“ bestandene Klavierprüfung und auf die Frage, was es in Hoyerswerda für Kinder noch geben könnte, antwortet er: „Ich bin glücklich in der Stadt.“ Sein Wunsch wäre am Kindertag ein Fest im Zentralpark, weil er in der Neustadt wohnt.

Jessica und Vanessa Pollan gehen in die Kita Nesthäkchen und freuen sich auf das Indianerfest, dass dieses Jahr am 1. Juni in der Einrichtung gefeiert wird. „Ich brauch noch ein Kostüm und im Kindergarten gibt es keine“, sprudelte es aus der sechsjährigen Jessica hervor. Ihre jüngere Schwester hat einen ganz besonderen Wunsch für den Kindertag, von dem sie noch nicht weiß, ob er ihr erfüllt wird. Sie träumt von einem knallbunten Spielzeugauto, „wie Taylor aus meiner Gruppe eins hat“. Der Vater der Mädchen Marco Pollan erinnert sich, dass seine Mutter mit ihm am 1. Juni manchmal bei Burger King gegessen hat oder dass er zum Kinderfest der Lebensräume gehen durfte.

In der Familie der neunjährigen Lena aus Wittichenau hat der Kindertag von jeher eine besondere Bedeutung, denn das ist auch der Geburtstag ihrer Mutter Peggy Ebert-Zschorlich. Erwachsene Verwandte und Freunde werden also für den 1  Juni eingeladen, und weil Kindertag ist, bringen diese ihren Nachwuchs mit. So findet nicht nur ein Grillfest statt, sondern es gibt auch Spielrunden für die Kinder. „Die organisiere ich“, sagt Lena. Sie darf sich aber an dem Tag auch immer auf ein kleines Geschenk freuen, während ihre Mutter ein großes bekommt.

Der vierjährige Hugo kletterte ohne Angst in der großen Spinne auf dem Spielplatz im Stadtzentrum herum und hatte konkrete Vorstellungen, wie „sein“ Kindertag ablaufen könnte. „Mama und Papa spielen mit mir und wir baden im Waldbad Wittichenau.“ Sein Vater Lars Bauer durfte früher als Kind die Planung dieses besonderen Tages mitbestimmen. Sogar in Schule und Kindergarten habe er das so erlebt, erzählt der Wittichenauer. Für Hoy­erswerda wünscht er sich, dass die guten Angebote für Kinder und die vielfältigen Spielplätze weiter gesichert werden und die Bevölkerung alles wertschätzend annimmt, was sie hat.

Petra Siebke will Jonas und ihren anderen Enkeln zum Kindertag eine Überraschung bereiten.
Petra Siebke will Jonas und ihren anderen Enkeln zum Kindertag eine Überraschung bereiten. FOTO: Katrin Demczenko
Peggy Ebert-Zschorlich und Tochter Lena. Das Mädchen wird am 1. Juni ein kleines Geschenk bekommen, die Mutter ein großes.
Peggy Ebert-Zschorlich und Tochter Lena. Das Mädchen wird am 1. Juni ein kleines Geschenk bekommen, die Mutter ein großes. FOTO: Katrin Demczenko
Hugo klettert in der Spinne auf dem Spielplatz im Stadtzentrum und weiß genau, wie sein Kindertag sein könnte.
Hugo klettert in der Spinne auf dem Spielplatz im Stadtzentrum und weiß genau, wie sein Kindertag sein könnte. FOTO: Katrin Demczenko