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Am Ende entscheidet die Qualität

Blick auf den Lohsaer See: Links oben befindet sich der Dreiweiberner See, rechts oben der Bernsteinsee. Um den Tourismus in der Gemeinde und dessen Zukunft ging es bei einem Besuch von Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Dabei verwies er auf Fördermöglichkeiten, um die Entwicklung voranzutreiben.
Blick auf den Lohsaer See: Links oben befindet sich der Dreiweiberner See, rechts oben der Bernsteinsee. Um den Tourismus in der Gemeinde und dessen Zukunft ging es bei einem Besuch von Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Dabei verwies er auf Fördermöglichkeiten, um die Entwicklung voranzutreiben. FOTO: LMBV
Lohsa. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt informiert sich in Lohsa über den Tourismus. Bei seinem Besuch hat er klare Botschaften mit im Gepäck. Uwe Menschner / ume1

"Ich kann mich noch erinnern, als ich die ersten Male in den alten Bundesländern war, wie unglaublich gepflegt und schön mir damals die Dörfer dort vorkamen. Heute sieht es bei uns genauso aus, teilweise sogar noch schöner." Der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) forderte am Montag bei einem Besuch am Dreiweiberner See in Lohsa dazu auf, "auf die Entwicklung unserer Städte und Dörfer stolz zu sein".

Dabei stand er unmittelbar vor der von dem Unternehmer und Zahnarzt André Jakubetz errichteten Strandpyramide - einem weithin sichtbaren Symbol des Aufbruchs und der Moderne in einer der ländlichsten Regionen des Freistaates.

Schmidt war gekommen, um sich über die Entwicklung des Tourismus in der Gemeinde Lohsa zu informieren. Und Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU) hatte diesbezüglich einiges zu berichten: "Unser Leitbild setzt im Hinblick auf den Tourismus vor allem auf ein gut ausgebautes Radwegenetz." Dabei habe man die Asphaltierung als Qualitätsstandard festgeschrieben, sehe aber am Beispiel der Verbindung zwischen den Ortsteilen Driewitz und Litschen, dass es auch widerstreitende Interessen gibt: "Hier kämpfen wir bereits seit zwei Jahren."

Eine wichtige Rolle in den Überlegungen spiele auch der Knappensee, für den gegenwärtig ein Masterplan für die Nutzung nach dem 2021 geplanten Sanierungsende erstellt werde: "Dabei betrachten wir unsere Seen in ihrer Gesamtheit und beziehen auch die Nachbargemeinden mit ein." Für den Silbersee solle ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden, um den touristischen Anbietern die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln. Für den Friedersdorfer Strand sei erreicht worden, die Nutzung nicht jedes Jahr neu beantragen zu müssen: "Bis zur Fortsetzung der Sanierung ist er offen."

Eine wichtige Voraussetzung für die positive Entwicklung in den kommenden Jahren stellt für Thomas Leberecht der Erhalt des öffentlichen Personennahverkehrs auf der Bahnstrecke Knappenrode - Horka dar, auf den sich die Entscheidungsträger nach langem Zögern geeinigt haben. "Wir wollen unseren Haltepunkt zu einer touristischen Informationsstelle als Ausgangspunkt für die Erkundung des Gemeindegebietes qualifizieren", betont der Bürgermeister.

Der Wassersport habe sich vom Knappensee an den Dreiweiberner See verlagert - so habe sich der WSV "Blaues Wunder" hier angesiedelt und wolle eine Wettkampfstätte ähnlich der früheren am Knappensee errichten. "Freilich sind die Windverhältnisse hier nicht so optimal wie dort", räumte der Bürgermeister ein. Und auch die Verockerung bereite noch Sorgen, soll aber in Zusammenarbeit mit der LMBV behoben werden. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt mahnte, bei der Entwicklung der touristischen Infrastruktur vor allem auf Qualität zu achten: "Die Gäste erwarten ein gewisses Niveau. Dazu passt so etwas wie die Pyramide sehr gut." Sein Ministerium verfüge mit der Leader-Förderung über ein wirkungsvolles Instrument, um diese Entwicklung zu unterstützen. Unter anderem sei daraus der Fahrradrastplatz an der Jakubzburg in Mortka gefördert worden.

Auch die Bekanntheit des Lausitzer Seenlands in den anderen Teilen des Freistaates Sachsen nehme ständig zu: "Entscheidend dafür ist eine gute Mundpropaganda. Und da sind wir wieder bei der Qualität."

Über die touristische Entwicklung der Gemeinde Lohsa informierte sich Minister Thomas Schmidt (r.) bei Bürgermeister Thomas Leberecht (l.) über die touristische Entwicklung der Gemeinde Lohsa. An dem Gespräch nahmen auch Peter Neunert und Thaddäus Ziesch vom Christlich-Sozialen Bildungswerk. teil.
Über die touristische Entwicklung der Gemeinde Lohsa informierte sich Minister Thomas Schmidt (r.) bei Bürgermeister Thomas Leberecht (l.) über die touristische Entwicklung der Gemeinde Lohsa. An dem Gespräch nahmen auch Peter Neunert und Thaddäus Ziesch vom Christlich-Sozialen Bildungswerk. teil. FOTO: ume1