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Tag der offenen Tür am BSZ
„Am besten gemeinsam“: BSZ zeigt Chancen auf

Die angehende Altenpflegerin Juliane Rehn (rechts) nimmt Besucherin Johanna Sjöberg Blut ab. Die Theorie zur Altenpflege vermittelt das Berufliche Schulzentrum.
Die angehende Altenpflegerin Juliane Rehn (rechts) nimmt Besucherin Johanna Sjöberg Blut ab. Die Theorie zur Altenpflege vermittelt das Berufliche Schulzentrum. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda . Beim Tag der offenen Tür geht es vor allem um die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region. Von Katrin Demczenko

„Am besten gemeinsam“ war das Motto des Tages der offenen Tür am Samstag im Beruflichen Schulzentrum Konrad Zuse (BSZ) Hoyerswerda. Besonders beleuchtet wurde die Zusammenarbeit mit Firmen der Region.

Wer nach dem Hauptschulabschluss Krankenpflegehelfer geworden ist, kann danach im BSZ an der Berufsfachschule Altenpfleger werden, erklärte Christin Lyssy, die diese Schüler unterrichtet. Natürlich sind auch Jugendliche mit Realschulabschluss willkommen, die sich direkt bei Firmen bewerben, die solche Ausbildungsplätze anbieten. Juliane Rehn wurde beim Pflegepark Fischer & Salowsky in Hoyerswerda angenommen und lernt jetzt Altenpflegerin im zweiten Lehrjahr. Die Theorieausbildung, zu der die umfassende Betreuung alter Menschen im Alltag von geistiger Beschäftigung über gesunde Ernährung bis zur Körperpflege und dem Blutdruck- sowie Blutzuckermessen gehört, absolviert sie im BSZ. Das Bestimmen des Blutzuckerspiegels mit einem Piks ins Ohrläppchen oder die Fingerkuppe hat sie erst vor Kurzem gelernt und übte es am Tag der offenen Tür an interessierten Besuchern. Bei Johanna Sjöberg aus Hoyerswerda klappte die Blutabnahme ganz gut, und ihre Vitalwerte waren völlig in Ordnung. Die Achtklässlerin interessiert sich für die Altenpflege und sucht gerade für das anstehende Schulpraktikum eine Firma.

Wer Fachkraft für Lagerlogistik werden will, kann am BSZ ebenfalls die Theorieausbildung absolvieren. Bewerben könnte er sich bei der Firma Nerlich-Lesser aus Seidewinkel, die für diesen Beruf motivierte Schüler finden möchte, sagte Mitarbeiter Klaus Palinske. Er hatte auf mehr Besucher gehofft und betont, dass dieses geringe Interesse die generelle Situation auf dem Arbeitsmarkt für technische Berufsschulausbildungen verdeutlicht.

Clemens Reiche und seine Eltern aus Lauta informierten sich über die Ausbildung zum Polizeibeamten bei der Berufsberaterin Maren Steudner von der Polizeidirektion Görlitz. Sie erfuhren, dass die Bewerbung mit dem Realschulzeugnis bis zum 1. September 2018 möglich ist. Wenn der Bewerber das dreitägige Auswahlverfahren mit Sporttest und einer polizeiärztlichen Untersuchung besteht, beginnt die Ausbildung am 1. September 2019. Die Absolventen werden nur in Sachsen eingesetzt, sagte Maren Steudner. Als Partner des BSZ darf sie diese Ausbildung und den Einstieg für über 20-jährige Bewerber bei der Wachpolizei immer wieder vorstellen. Für den Zehntklässler Clemens Reiche, der zur Bereitschaftspolizei gehen würde, bedeutet die Auskunft, diese Ausbildung nicht mehr 2018 aufnehmen zu können. Deshalb will er erst einmal am BSZ Sozialassistent lernen und sich bei der Polizei bewerben. Wenn er dort nicht genommen werden sollte, erwirbt er eben andere sinnvolle Kenntnisse.