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Am Bärwalder See herrscht Wassernot

Uhyst.. Die Flutung des Bärwalder Sees geht derzeit nur schleppend voran. Darauf machte Bürgermeister Helmut Knobloch auf der jüngsten Sitzung des Uhyster Gemeinderates aufmerksam. So sei der Wasserspiegel wieder auf unter 120 Meter über Normalnull gefallen – ein Stand, der in der Vergangenheit bereits überschritten worden sei. „Die Verdunstung ist derzeit höher als der Zufluss“ , erklärt Knobloch dieses Phänomen. Die Planungen sehen vor, dass bis 2006 ein Wasserstand von 125 Metern über Normalnull erreicht sein soll. Von Uwe Menschner

Unterdessen nimmt das touristische Konzept für den Bärwalder See immer konkretere Formen an. So ist man übereingekommen, dass der Seehafen sowie die Anlegestellen in Pontonbauweise errichtet werden sollen. „Das hat den Vorteil, dass die Anlagen je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden können“ , erläutert Helmut Knobloch. Auch sei das Planungs- und Genehmigungsverfahren wesentlich einfacher, als wenn die Anlagen in Massivbauweise errichtet würden. Auf dem See selbst sollen eine größere „Kunstinsel“ sowie mehrere kleinere Badeinseln verankert werden. Die landschaftsgestalterische Planung sei derselben Firma übertragen worden, die auch für die Bundesgartenschau in Rostock verantwortlich zeichnet.
Nach wie vor gibt es intensive Verhandlungen mit der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungs GmbH (LMBV) über den Flächenerwerb, teilte der Beauftragte der Verwaltungsgemeinschaft Boxberg für den Bärwalder See, Peter Hopperdietzel, mit. Angestrebt werde in Zusammenarbeit mit der LMBV ebenfalls, den Wegering um den See im Jahre 2004 zu schließen. „Leider soll nach den derzeitigen Vorstellungen nur die Hälfte des Rundweges eine Bitumendecke erhalten“ , so Hopperdietzel. „Dies entspricht jedoch nicht unseren Vorstellungen, sodass es weitere Verhandlungen geben wird.“ Ein weiterer Diskussionsgegenstand sind die Schranken, die die Wege an vielen Stellen für Autofahrer sperren, aber auch die Radfahrer behindern.
Eindringlich wies Peter Hopperdietzel darauf hin, dass das Baden im Bärwalder See nach wie vor verboten sei, auch wenn es an vielen Stellen bereits praktiziert werde. „Noch gilt das Bergrecht für den See, das die öffentliche Nutzung nur mit Sondergenehmigung ermöglicht“ , betonte auch Bürgermeister Helmut Knobloch. „Es besteht immer noch die Gefahr von Rutschungen an den Böschungen.“