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| 01:10 Uhr

Altstoff-Lager geht in Flammen auf

Rund 40 Kameraden waren am Donnerstagabend im Hoyerswerdaer Industriegelände im Einsatz. Auf dem ehemaligen Firmensitz von Sero waren gepresste Verpackungsmaterialien und Holzpaletten in Flammen aufgegangen.
Rund 40 Kameraden waren am Donnerstagabend im Hoyerswerdaer Industriegelände im Einsatz. Auf dem ehemaligen Firmensitz von Sero waren gepresste Verpackungsmaterialien und Holzpaletten in Flammen aufgegangen. FOTO: Foto: Sascha Klein
Hoyerswerda.. Bei einem Brand an der Straße D im Industriegelände Hoyerswerda sind am Donnerstagabend mehrere Kunststoff-Ballen und Holzpaletten in Flammen aufgegangen. Insgesamt waren rund 40 Kameraden der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Wehren der Stadt und ihrer Ortsteile von 19 bis 20.30 Uhr im Einsatz. Nun suchen Experten nach der Ursache des Feuers. Von Christiane Klein

Das Heulen der Martinshörner tönt aus allen Ecken. Mit hoher Geschwindigkeit rasen die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren mit ihren Einsatz-Fahrzeugen ins Industriegebiet. Die Berufsfeuerwehr ist bereits vor Ort. Die Helfer sind nicht die Einzigen. Auch weil der Supermarkt um die Ecke noch offen hat, verbreitet sich die Nachricht vom Feuer fast so schnell wie die Flammen selbst. Mit Autos, Fahrrädern und zu Fuß eilen Schaulustige zum ehemaligen Sero-Gelände, auf dem Verpackungsmaterial lagert. Eine junge Frau lässt vor einer Einfahrt ihr Auto stehen, auf dem Schoß hat sie ein Kleinkind im Schlafanzug. „Ich wollte bloß schnell gucken, was los ist“ , murmelt sie und läuft dorthin, wo die Blaulichter blinken.
Die Feuerwehr-Kameraden haben die Lage ruck, zuck unter Kontrolle. „Wir haben erst mit Schaum und dann mit Wasser gelöscht“ , sagt Hauptbrandmeister Jürgen Weser von der Berufsfeuerwehr. Gegen 20.30 Uhr wird der Einsatz offiziell als beendet erklärt. In der Nacht zu Freitag fährt die Berufsfeuerwehr noch einmal an den Brandort, um zu kontrollieren. Alles in Ordnung.
Noch in der Nacht haben Experten die Ermittlungen der Brandursache aufgenommen. „Es gibt noch keine Hinweise auf Brandstiftung. Grundsätzlich gehen wir aber erst einmal davon aus. Denn von alleine brennt ja nichts so schnell“ , erklärte ein Polizeisprecher der Direktion Oberlausitz-Niederschlesien in Görlitz gestern auf Anfrage der RUNDSCHAU. Der wirtschaftliche Schaden ließe sich nicht beziffern, „weil dort ja im wesentlichen Abfälle lagerten“ , so der Polizist.