15 Uhr beginnt die Partie, bei der die Hoyerswerdaer SC-Truppe trotz ihrer Außenseiterrolle zum Erfolg gelangen will.
„Ich glaube nicht, dass ich erklären muss, wie wichtig für uns als Mannschaft und das gesamte Umfeld ein Sieg wäre. Seit der Auswärtspartie bei der TU in Dresden haben wir deutliche spielerische Fortschritte gemacht, doch im letzten und entscheidenden Moment hat uns neben dem Können auch immer etwas Glück gefehlt“ ", beschreibt Trainerin Kerstin Herzer die momentane Situation.
Das zeigte auch die Begegnung gegen den SSV Heidenau, wo fast in letzter Sekunde der mögliche Teilerfolg mit 17:18 und gutem Spiel aus den Händen gegeben wurde. Dabei wird es in erster Linie darauf ankommen, dass sich die Mannschaft zusammenrauft und erneut als eingeschworene Truppe präsentiert. Der Prozess des Lernens und des Lehrgeldzahlens wird dann möglicherweise schnell der Vergangenheit angehören, da die bisherigen Gegner spielerisch nicht stärker als die Hoyerswerdaer auftraten, jedoch mit mehr Biss und Kaltschnäuzigkeit am Ende der Partien den Erfolg holten. „Ich bin sicher, dass wir es endlich in einem Auswärtsspiel packen werden, da wir völlig befreit aufspielen können und nichts zu verlieren haben“ , so die Trainerin.
Vielleicht hilft es der Mannschaft weiter, sich an die erste Begegnung Anfang September gegen die SG Klotzsche zu erinnern, denn da gingen die Ostsachsen mit ihrem bisherigen einzigen Glücksgefühl als Sieger mit 16:14 vom Parkett. Voraussetzung für ähnliche Glücksgefühle muss allerdings sein, dass die Verantwortung in den entscheidenden Momenten nicht wegdirigiert wird und das Kämpferherz auch nach 60 Minuten noch am richtigen Fleck sitzt. Denn dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen mit dem ersten Auswärtssieg am dritten Advent. (gs)