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Alpaka-Quartett ist der Hingucker

Cornelia Schnippa (r.) bringt ihren Gästen gern das Führen von Alpakas bei.
Cornelia Schnippa (r.) bringt ihren Gästen gern das Führen von Alpakas bei. FOTO: amz1
Tätzschwitz. Sie heißen "Mateo", "Sam", Titus" und "Robin". Sie sind die Lieblinge der meisten Besucher auf dem Bauernhof von Cornelia Schnippa in Tätzschwitz. amz1

Die Rede ist von den acht- beziehungsweise dreijährigen Alpakas, die sich geduldsam von den Gästen streicheln, führen und füttern lassen. So auch zum Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag. Marion Hanschke ist erstmals auf dem Ensemble, das sich direkt an der Schwarzen Elster erstreckt, zugegen. "Das ist heute eine Premiere", sagt die sympathische Seenländerin. "Bislang habe ich noch nie ein Alpaka geführt." Wie es sich anfühlt? "Einerseits sind die Tiere sofort zutraulich. Andererseits müssen wir uns aber erst kennenlernen", zieht Hanschke ein erstes Resümee.

Cornelia Schnippa hält bereits seit dem Jahr 2010 Alpakas. Sie weiß inzwischen, dass es sich mit den Tieren wie mit den Menschen verhält. "Die jüngeren sind eher flippig, die älteren wissen genau, was sie zu tun und zu lassen haben", erklärt die Touristikerin, die hin und wieder auch in Hoyerswerda ins Kostüm der einstigen Schlossherrin von Teschen steigt. Manche Tiere hätten sogar einen großen Einfluss auf Kinder. "Durch den erhabenen Blick und dominantes Auftreten imponieren sie eher schüchternen Kindern", sagt Cornelia Schnippa. Inzwischen sei ihr Alpaka-Quartett in der ganzen Region gefragt, egal ob bei Geburtstagsfeiern, als Wanderpartner oder im Hospiz. Selbst auf einer Hochzeit unweit von Wittichenau hätten die Tiere einen großen Auftritt hingelegt. "Da mussten die Brautleute erst mal den Alpaka-Führerschein ablegen", erinnert sich die Tierfreundin schmunzelnd.

Darüber hinaus leben derzeit auf ihrem Hof Katzen, Enten, Kaninchen, Meerschweinchen, Rinder und Wachteln. Deren Eier, so erzählt die Besitzerin, sollen einen gewissen Anteil daran haben, dass sich diverse Allergien beim Menschen verlieren können. Gern würden die Schnippas auch wieder Hühner anschaffen. Doch das könnte problematisch werden. "Denn seitdem die großen Bäume auf dem Elsterdamm gefällt wurden, haben die Greifvögel beste Sicht und holen sich die Federviecher", erklärt Cornelia Schnippa. Derzeit werde an einer Lösung für dieses Problem gearbeitet.

Im kommenden Jahr wolle sich die Touristikerin, so kündigt sie an, verstärkt auf dem Bauernhof ihres Sohnes Titus Schnippa in Lieske am Sedlitzer See engagieren. Das historische Ensemble zieht seit dem Frühjahr 2015 vorwiegend Fahrradtouristen in seinen Bann.

Den Winter überstünden die vier Alpakas indes spielend. Schließlich müssten sich die Tiere in ihrer eigentlichen Heimat, den südamerikanischen Anden, auch mit überaus schwierigen Wetterverhältnissen auseinandersetzen. Da sei das bisschen Lausitzer Winter, sofern überhaupt einer kommt, ein Klacks.