ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:37 Uhr

Allgemeinarztpraxis bleibt geschlossen

Die Arztpraxis bleibt auch am Montag weiterhin geschlossen: Dr. med. Angelika Heyde hat sich laut Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen gegen die weitere vertragsärztliche Tätigkeit in der Praxis in Leippe-Torno entschieden.
Die Arztpraxis bleibt auch am Montag weiterhin geschlossen: Dr. med. Angelika Heyde hat sich laut Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen gegen die weitere vertragsärztliche Tätigkeit in der Praxis in Leippe-Torno entschieden. FOTO: Anja Hummel (LR-MOB-STU-411)
Lauta. Erneut müssen sich rund 1600 Patienten in Lauta auf Hausarzt-Suche begeben. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitteilt, hat sich Dr. ang1

Thomas Tränkner im Sommer des vergangenen Jahres bangten rund 1600 Patienten in Lauta um ihre hausärztliche Versorgung. Ab dem 1. Juli des vergangenen Jahres konnten die Patienten zunächst aufatmen, denn die Allgemeinmedizinerin Dr. med. Angelika Heyde hatte sich befristet für ein halbes Jahr bereit erklärt, als angestellte Ärztin die Praxis weiterzuführen. Ende Dezember sollte über eine längerfristige Übernahme der Praxis mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) verhandelt werden. Nun teilt die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit, dass sich Angelika Heyde gegen eine vertragsärztliche Tätigkeit in der Praxis in Leippe-Torno entschieden hat. Als Beweggrund gab sie laut der KVS persönliche Gründe an. Die KVS respektiere diese Entscheidung.

Inwieweit die zwei gestellten Forderungen von Dr. Heyde an die KVS zur Entscheidungsfindung beitrugen, bleibt weitestgehend im Dunkeln. Die Ärztin selbst ist für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar gewesen. Wie der Geschäftsführer der KVS, Michael Rabe, mitteilt, hätte Angelika Heyde "selbstverständlich die Fördermöglichkeiten einer Praxisübernahme in Anspruch nehmen können". Die Region um Lauta gilt als Fördergebiet, in der es möglich ist für Praxisübernahmen oder Praxisneugründungen einen Investitionszuschuss zu erhalten. Zudem ist laut der KVS die Einbringung kardiologischer Leistungen durch hausärztliche Internisten nach den Regelungen des Sozialgesetzbuches grundsätzlich zulässig, wenn dies beantragt und durch den Zulassungsausschuss ein entsprechender Bedarf festgestellt wird . Laut KVS wurde aber ein dahingehender Antrag von Angelika Heyde nicht gestellt.

Der KVS ist bewusst, dass die Region um Lauta in der hausärztlichen Versorgung ein Versorgungsproblem besitzt. Derzeit empfiehlt sie Patienten bei der Hausarzt-Suche, der zumindest vorübergehend behandelt, den Suchradius recht groß zu wählen. Die intensiven Bemühungen für eine Lösung sollen weiter verstärkt werden.