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Alles schick in Bröthen und Michalken

Kleine Defekte im Straßenbild, das Gefahrenpotenzial der Bushaltestelle und die ungünstige Ausweisung der Festwiese als Ackerfläche waren Gesprächsinhalte der Vor-Ort-Begehung in Bröthen.
Kleine Defekte im Straßenbild, das Gefahrenpotenzial der Bushaltestelle und die ungünstige Ausweisung der Festwiese als Ackerfläche waren Gesprächsinhalte der Vor-Ort-Begehung in Bröthen. FOTO: Mandy Decker/mdr1
Bröthen. Einen unspektakulären Dorfrundgang absolvierten am Donnerstag Einwohner und Ortschaftsräte von Dörgenhausen gemeinsam mit dem Hoyerswerdaer Oberbürgermeister und Vertretern der Stadtverwaltung. Mandy Decker / mdr1

"Ist unser Dorf nicht schön?" ist eine Stimme aus der kleinen Gruppe zu hören, die den Hoyerswerdaer Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) bei seiner Vor-Ort-Sprechstunde durch Bröthen begleitet. Wenn dann noch jeder Badegast eine handvoll Unkraut aus dem Bröthener See mitnehmen würde, wäre auch das offenbar größte Problem des Ortes beseitigt, stellte Ortsvorsteher Lothar Kujasch scherzhaft fest. Friedlich ging es zu beim Rundgang durch den von der B97 geteilten Hoyerswerdaer Ortsteil Bröthen/Michalken. Ausdrücklich lobte der Ortsvorsteher die Aufbesserung des Bürgerhauses vor drei Jahren durch den Bauhof. Der Anstrich der Fassade würde keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigen. Demnächst müsse man allerdings über eine Erneuerung der Fensteranstriche nachdenken. Ergänzen wird das Ensemble am Mittelpunkt des Dorflebens demnächst ein einladender Torbogen, den die Dorfgemeinschaft in gemeinschaftlicher Eigeninitiative mit Unterstützung ortsansässiger Unternehmen errichten wird, so Kujasch.

Nach Michalken hinüber müsse man gar nicht, meinte der Ortsvorsteher zu Beginn der halbstündigen Tour. Dort stünde nur die jüngst besprochene Straßenproblematik auf der Agenda. Welche die Stadt zur Erledigung auf dem Plan habe, bestätigte auch der Oberbürgermeister. Gleiches gelte in Bröthen für die zarte Rissbildung in der Straßendeckschicht und die ausgewaschenen Fugen in den angrenzenden Regenrinnen. Auch dafür seien die Aufträge erteilt, und die Ausbesserung durch einen Fugenverguss würde demnächst erfolgen. Als einziger wirklicher Knackpunkt des Dorflebens in Bröthen stellte sich an diesem sonnigen Nachmittag die Bushaltestelle dar. Für den Bereich versucht der Ortschaftsrat seit Längerem eine Tempo-30-Zone durchzusetzen. "Wenn hier die Schulkinder aussteigen, sollte man keine Unfälle riskieren", betonte Lothar Kujasch und zitierte mit dem Hinweis auf das erhöhte Aufkommen von Radfahrern, die zur Krabatmühle nach Schwarzkollm unterwegs sind, die Befürchtung, dass wohl erst etwas passieren müsse, bevor reagiert würde.

Götz Gleiche, Fachgruppenleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung der unteren Straßenverkehrsbehörde, relativierte die Gefahrensituation aus Sicht der Behörde. Die Stelle sei übersichtlich, die Busse gut zu sehen und außerdem ausreichend Gehwege vorhanden. Somit bestünde kein Grund für eine Geschwindigkeitsreduzierung.