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| 02:41 Uhr

Alice entdeckt das Wunderland im Johanneum

Schüler des Johanneums Hoyerswerda gestalten die Rahmenhandlung bei der Theater-Zirkus-Show.
Schüler des Johanneums Hoyerswerda gestalten die Rahmenhandlung bei der Theater-Zirkus-Show. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Mehr als 40 Teilnehmer des "Kinderzirkusvarieté – Hoywoy" haben nach sechs Monaten intensiver Proben den ersten Aufführungen ihrer neuen Theater-Zirkus-Show "Alice im Wunderland" entgegengefiebert. Dieses Jahr hatten sie sich dazu in der Turnhalle der Christlichen Schule Johanneum Hoyerswerda getroffen. dcz1

400 Schüler aller Hoyerswerdaer Grundschulen waren am Vormittag zur Generalprobe gekommen, berichtete die Leiterin der Kinder- und Jugendfarm Liane Semjank. Die Nachmittagsaufführung sahen vorrangig Angehörige der jungen Künstler sowie Schüler und Lehrer des Johanneums.

Den Anfang und den Schluss der Aufführung gestalteten die Tänzerinnen vom Heimat- und Kulturring Wittichenau-Kulow e.V., die mit ihrer ehrenamtlichen Tanztrainerin Andrea Panitz geübt hatten.

In der Rahmenhandlung des Programms träumte sich Alice (Amabel) über ihren Hausaufgaben ins Wunderland ihrer Fantasie. Dort begegnete das Mädchen zwei sprechenden, hübsch kostümierten "Blumen", die sie als Unkraut beschimpften, weil sie keine Menschen kannten. Die buchstabierende Raupe (Florian) in ihrem aufwändigen, mit Hilfe der Eltern angefertigten Kostüm, half Alice auch nicht bei ihrer Suche nach der Herzkönigin (Pauline). Diese Herrscherin des Wunderlandes würde sie nach Hause bringen, hoffte die Gymnasiastin. Die Torte der Königin ermöglichte dem Mädchen zufällig die Rückkehr und dann entschuldigten sich alle Wunderlandbewohner bei Alice für ihr ablehnendes Verhalten.

"Das selbstgeschriebene Theaterstück, die Kulissen und die musikalische Gestaltung sind das Werk meiner siebenten Klasse", sagte Kate Nowotnick, die Lehrerin am Johanneum ist.

Während Alice das Wunderland entdeckte, zeigten die Artisten der Kinder- und Jugendfarm des Christlich-Sozialen Bildungswerk Sachsen e. V. (CSB) zu passender Musik mit Stäben, Reifen, Seilen und auf großen Bällen balancierend ihr Können.

"Jeder wählt selbst die zirzensische Kunst aus, auf die er sich spezialisiert", erklärte die Fünftklässlerin Kira, die schon seit anderthalb Jahren Parterreakrobatin und Kugelläuferin ist. Mit ihren Freundinnen Batoul und Leonie übte sie mehrmals pro Woche unter Anleitung der Jugendfarmmitarbeiter und professioneller Zirkustrainer. Gymnasiastin Batoul hat auf der Kugel viel gelernt, denn sie kann darauf nicht nur Tücher schwenken, sondern auch mit dem Seil hüpfen und Diabolo spielen. Das fand, wie die Pyramiden der Parterreakrobaten und die Darbietung der Jüngsten mit den Reifen, die Anerkennung des Publikums.

"Am 5. April um 15 Uhr zu ,Tag und Nacht der Toleranz' ist das Stück auf der Jugendfarm noch einmal zu sehen", sagte Liane Semjank. Das Projekt "Kinderzirkusvarieté - Hoywoy" wird noch bis zum Jahresende finanziert vom Förderprogramm "Zirkus macht stark" im Rahmen des Bundesförderprogramms "Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Wenn sich die Farmleiterin etwas wünschen dürfte, wäre das eine weitere Zusammenarbeit mit den nun schon langjährigen Partnern des außerschulischen Bildungsbündnisses. Dafür brauchte es aber im Jahr 2018 eine weitere Finanzierung, die noch völlig offen ist.