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| 01:07 Uhr

Alexander PhilippVon Leippe-Torno nach Berlin

Hoyerswerda.. Wenn am Sonntag die letzten Abiturienten an den Gymnasien der Zuse-Stadt ihre Zeugnisse endlich in den Händen halten können, beginnt die Zeit der Bewerbung. Die RUNDSCHAU hat sich am Johanneum umgehört, wohin es dessen Absolventen zieht. Von Beate Wockenfuß

Am evangelischen Gymnasium haben 58 von 61 Schülern ihre Reifeprüfung mit einem Schnitt von 2,6 bestanden. Mit der Note 1,1 ist Friedemann Brause der Beste von ihnen. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so gut wird“ , freut sich der Oßlinger. Im September beginnt er ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Werkstatt für Behinderte in Bischofswerda. „Danach werde ich wahrscheinlich etwas in Richtung Politikwissenschaft studieren.“
Nicht minder zufrieden mit seinem Abi-Schnitt ist Stefan Kockrick. „Die 1,2 hat mich total überrascht“ , erklärt der Hoyerswerdaer. Demnächst beginnt sein Praktikum bei einer Tageszeitung, dem er eine Karriere in der Medienbranche folgen lassen will. „In Deutschland gibt es so viele verschiedene Medienstudiengänge, mal sehen, ob ich mich für Journalistik oder Medienmanagement entscheide.“ Am liebsten wäre ihm, seine Ausbildung an einer der renommierten Journalistenschulen in München oder Hamburg fortzusetzen.
Katharina Kostorz weiß dagegen schon ganz genau, was sie zukünftig machen will: „Ich werde ab Oktober in Dresden Lehramt für Geschichte und Gemeinschaftskunde am Gymnasium studieren.“ Die Wittichenauerin ist mit ihrem Abi zufrieden: „Der Numerus Clausus für den Studiengang ist erreicht.“ Sie hat sich für die Landeshauptstadt entschieden, „weil es nicht so weit ist und ich am Wochenende nach Hause fahren kann.“ Außerdem würden viele ihrer ehemaligen Klassenkameraden auch nach Dresden gehen. „Da ist man auf keinen Fall allein und kann auch zusammenziehen.“
Etwas unentschlossen, welche berufliche Richtung er nach dem Abi einschlagen wird, ist dagegen Frank Köhler. Aber er hat auch noch etwas Zeit, muss ab Oktober erst einmal zur Bundeswehr in die Nähe von Strausberg (nördlich von Berlin). „Wahrscheinlich werde ich danach irgendwas mit Geschichte studieren“ , berichtet er. Das sei schließlich auch einer seiner Leistungskurse am Johanneum gewesen. Wo das Studium stattfinden soll - das sei ihm egal.
Für den Ort hat sich Oliver Tomke dagegen schon entschieden. Den Absolventen aus Leippe-Torno zieht es in die Hauptstadt. „Raus aus dem Ländlichen“ , erklärt er und lächelt. Für die Zeit nach dem Zivildienst favorisiert er die Berliner Humboldt-Universität. Bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund wird er sich mit seinem Abi-Zeugnis für Medizin bewerben. „Ich wollte schon von klein auf Chirurg werden“ , begründet er.
Falls Vater Staat ihn nicht gleich ab Oktober zur Bundeswehr einberuft, will sich Alexander Philipp um einen Studienplatz für das Fach Industriemanagement bewerben. Entweder in Zwickau oder in Dresden. „Mit dem Abschluss kann ich dann in die Firma meines Vaters einsteigen“ , so der Hoyerswerdaer.

Zum Thema Zahlen und Fakten
 Am Lessing-Gymnasium haben 96 - und damit erstmals seit 1996 alle - Schüler ihr Abitur bestanden. Denise Dießner, Brenda Klein und Georg Künze erreichten einen Notendurchschnitt von 1,0. Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 2,3.

Am Foucault-Gymnasium haben 113 von 117 Zwölftklässlern die Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht. Mit der Traumnote 1,0 schloss Constanze Helbig ab. Der Schnitt liegt bei 2,36.

51 von 55 Schülern haben die Abitur-Prüfungen am Wirtschaftsgymnasium im BSZ „Konrad Zuse“ mit Erfolg absolviert. Andrea Weidner erreichte einen Durchschnitt von 1,0. Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 2,47.