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| 20:09 Uhr

ALDI Nord schließt Logistik-Regionalstelle in Hoyerswerda

Aldi Nord schließt Filiale in Hoyerswerda.
Aldi Nord schließt Filiale in Hoyerswerda. FOTO: Roland Weihrauch (dpa)
Hoyerswerda. Die Unternehmensgruppe ALDI Nord ordnet ihre Logistik im Süden Ostdeutschlands neu. Dafür wird die Regionalgesellschaft in Hoyerswerda, die seit mehr als 20 Jahren Bestand hatte, zum Jahresende geschlossen. Eine weitere Schließung ist in Könnern (Sachsen-Anhalt) geplant. red/ahu

Alle Filialen im Hoyerswerdaer Raum (Cottbus-Görlitz-Zittau-Finsterwalde) sollen nach Auskunft von ALDI Nord jedoch von benachbarten Regionalgesellschaften weiter betrieben werden. Dadurch soll die Versorgungsqualität für die Kunden auf gleichem Niveau bleiben. Nahezu alle der betroffenen Mitarbeiter behalten nach Unternehmensauskunft ihre Arbeitsplätze.

Im Großraum zwischen Magdeburg, Cottbus, Leipzig und Dresden gibt es insgesamt zehn Regionalgesellschaften als Teil der Unternehmensgruppe ALDI Nord. Sie sind dort für die Logistik und für die Verwaltung der zahlreichen Verkaufsstellen zuständig.

Laut Geschäftsführung betreffe die Schließung in Hoyerswerda und Könnern nur die Kollegen aus Verwaltung und Logistik, da die Anzahl der Verkaufsstellen gleich bleibe. Für die gut 1000.Mitarbeiter im Verkauf, das sind über 85 Prozent der Belegschaft, ändert sich ebenso wenig wie für die Kunden. Es wird weiterhin in den Versorgungsgebieten Könnern (Raum Dessau - Halle - Bernburg bis zum Ostharz) und Hoyerswerda gut 100 Filialen von ALDI Nord geben.

Einige der betroffenen Mitarbeiter werden in den benachbarten Regionalgesellschaften einen neuen Job finden. Für die Beschäftigten, für die sich diese Möglichkeit nicht ergibt, kündigt ALDI an, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen. "Wir werden zusammen mit dem Betriebsrat für unsere Kollegen faire Lösungen finden", verspricht Geschäftsführer Rüdiger Tix aus Hoyerswerda. Die Verhandlungen sollen zeitnah beginnen, "um den Menschen und ihren Familien Planungssicherheit zu geben", so Tix.

Mit der Neuordnung der Logistik und Verwaltung strebt ALDI Nord eine verbesserte Versorgung der Verkaufsstellen und somit der Kunden an. So werden beispielsweise durch eine bessere Auslastung der Lkw zukünftig weniger Transporte nötig.

Trotz der schwierigen Arbeitsmarktsituation im Süden Ostdeutschlands arbeiten in den dortigen ALDI-Regionalgesellschaften fast 15 Prozent mehr Beschäftigte als noch vor drei Jahren. "Und wir werden auch in Zukunft in der Region noch weiter Personal einstellen, um unseren erfolgreichen Weg und unser dynamisches Wachstum weiter fortzusetzen", so Tix.

ALDI Nord gehört zu den international führenden Handelsunternehmen. Rund 58.000.Mitarbeiter in Deutschland sowie in acht weiteren europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien, Dänemark und den Niederlanden sind in dem deutschen Unternehmen tätig.