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| 02:41 Uhr

Alarm im Waldbad: Im Eis lauert die Gefahr

Mit dem Schlauchboot haben Feuerwehrkameraden im Waldbad Bernsdorf zwei im Eis eingebrochene Männer gerettet.
Mit dem Schlauchboot haben Feuerwehrkameraden im Waldbad Bernsdorf zwei im Eis eingebrochene Männer gerettet. FOTO: Rico Löb/rlx1
Bernsdorf. Alarm aus dem Waldbad Bernsdorf: Im zugefrorenen Naturgewässer direkt am Campingplatz sind am Donnerstagabend zwei Männer im Eis eingebrochen. Zeugen haben schon den Notruf abgesetzt – und die Feuerwehr ist auf der Anfahrt. red/cw

Der Bernsdorfer Einsatzleiter Uwe Weberbauer setzt gleich nachdem bekannt ist, um welchen Notfall es sich handelt, weitere Alarmierungen ab. Denn für solche Fälle ist der "Löschzug Retten I" vom Katastrophenschutz des Landkreises Bautzen mit zuständig.

Bei Ankunft der Feuerwehr im Waldbad Bernsdorf ist schnell klar: Es handelt sich nur um eine Übung. Doch alle Rettungskräfte agieren weiter wie bei einem echten Ernstfall. Auch die beiden "Opfer" spielen ihre Rolle gut, schreien panisch um Hilfe und rudern mit den Armen im eiskalten Wasser.

Bei den Rettern und Feuerwehrkameraden ist nun höchste Konzentration gefragt. Ein Schlauchboot wird zu Wasser gelassen und Männer in Schwimmwesten und mit Seilen gesichert tasten sich mit aller Vorsicht an die Einbruchstelle im See heran. Der Erste der beiden Männer kann ins Boot gehievt und wenig später an die Rettungssanitäter übergeben werden. Der zweite Mann soll von Einsatzkräften aus Schwepnitz, die inzwischen eingetroffen sind, auf eine andere Weise gerettet werden - freilich nur, weil dies eine Übung ist: Mithilfe einer Steckleiter robben sich Feuerwehrkameraden über das unberechenbare Eis vorwärts. . . Gerettet werden kann der Mann jedoch erst, als Feuerwehrmänner aus Kamenz mit speziellen Eisrettungsanzügen selbst ins Wasser springen und ihn in das Boot hieven.

Was für die Retter im Waldbad Bernsdorf eine gute Möglichkeit war, ihr Können zu trainieren, kann im Ernstfall jedoch tragische Ausmaße haben. Das Betreten nicht freigegebener Eisflächen ist immer mit Lebensgefahr verbunden. Davor warnt die Feuerwehr ebenso wie die Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Insbesondere Kinder sollten angesichts der gegenwärtigen Wetterlage auf die Gefahren beim Betreten von Eisflächen hingewiesen werden.