Das sei nach drei Jahren eine gute Bilanz, resümiert Sprecherin Petra Weißflog. Der Kreisverband der Bündnisgrünen hatte die Aktion initiiert. Die Cottbuser Stadtverordneten hatten daraufhin im Oktober 2005 beschlossen, das Projekt zu unterstützen.

Seit September 2006 seien durch Spenden und Übernahme von Patenschaften 5334,16 Euro zusammen gekommen, teilt Gudrun Breitschuh-Wiehe mit, die in der Arbeitsgruppe "Stolpersteine" mitwirkt. Dem Spendenaufruf seien Einzelpersonen von Cottbus bis Berlin, Vereine, Schulen, kirchliche Einrichtungen und Institutionen gefolgt. "Vor 22 Häusern von der Innenstadt bis zur Spremberger Vorstadt erinnern jetzt die Steine an die ehemaligen Bewohner, die zum Zeitpunkt der Deportation zwischen sechs und 92 Jahre alt waren", berichtet Gudrun Breitschuh-Wiehe.

Die Arbeitsgruppe werde auch im Jahr 2009 weitere Cottbuser Schicksale ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen. Ein Stein des Kölner Künstlers Gunter Demnig koste 95 Euro. SvD