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Ärger über Waldarbeit bis nach Mitternacht

Gablenz.. Im Wald von Sebastian Freiherrn von Rotenhan bei Gablenz wird dieser Tage hart gearbeitet. Bis weit nach Mitternacht. Und das sorgt für Zündstoff. Denn Bürger der angrenzenden Wohngebiete zeigen sich empört. Ingolf Tschätsch

Beschwerden über nächtliche Ruhestörung sind in der Gemeindeverwaltung eingegangen, bestätigt die Behörde. Teilweise seien die Arbeiten weit über 22 Uhr hinausgegangen.
Den Ärger der Einwohner habe außerdem auch der durch Holztransporte stark in Mitleidenschaft gezogene Radfahrweg auf sich gezogen, heißt es aus der Verwaltung. Sie bestätigt auch, dass die Kommune ein Protestschreiben an das Landwirtschaftsministerium geschickt habe.
Dietmar Noack, der stellvertretende Bürgermeister, bringt in scharfen Worten gegenüber der RUNDSCHAU zum Ausdruck, dass er das, was zurzeit in den Gablenzer Wäldern ablaufe, keineswegs gut heiße. „Ich bin mit der ganzen Sache nicht einverstanden. Das betrifft nicht nur die gegenwärtige Lärmbelästigung. Beispiel zerfahrene Waldwege. Ich bezweifle, ob von Rotenhan sie wirklich in Ordnung bringen lässt, wie er angekündigt hat“ , sagt der Kommunalpolitiker. „Wir sollten uns mal die Waldgebiete ansehen, in denen er vorher gearbeitet hat, ob dort die Wege wirklich wieder in Schuss sind“ , regt Dietmar
Noack an.
Frank Hartig, von Rotenhans Förster, kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. „Nirgendwo, wo wir gearbeitet haben, hat es solche Probleme wie in Gablenz gegeben. Es ist nur verwunderlich, dass sich die Gemeinde bisher nicht an uns gewandt hat“ , sagt er. In Kürze werden die Waldarbeiten in der Nähe des Dorfes abgeschlossen sein, erklärte er auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Wie er betont, sei nur in den vergangenen Tagen länger gearbeitet worden. „Das hängt mit den Auswirkungen des Orkans zusammen. Wir müssen die Sturmschäden beseitigen und arbeiten deshalb länger“ , erklärt Frank Hartig. Deshalb sei auch nur die Rückemaschine zum Einsatz gekommen, der Harvester sei bereits abgezogen worden.