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| 16:58 Uhr

Hoyerswerda
Ärger über Ostereier-Randale

Zerstörungswut lässt grüßen: Mehr als die Hälfte der 1000 im Zentralpark aufgehangenen Ostereier sind zerstört worden.
Zerstörungswut lässt grüßen: Mehr als die Hälfte der 1000 im Zentralpark aufgehangenen Ostereier sind zerstört worden. FOTO: Initiative Stadtwunder
Hoyerswerda. Von mehr als 1000 Ostereiern blieb im Hoyerswerdaer Park nicht viel übrig.

Zertreten, auf den Boden geworfen, zerdrückt oder gar gänzlich geklaut – der Anblick im Zentralpark neben dem Hoyerswerdaer Lausitz-Center glich am Wochenende einem Trauerspiel. Mehr als 1000 Ostereier hatte die Initiative Stadtwunder gemeinsam mit Bürgern vor den Osterfeiertagen dort verteilt. Mehr als die Hälfte davon wurde mutwillig zerstört. Nun haben die Stadtwunder-Mitglieder die Ostereier – oder was von ihnen übrig geblieben ist – eingesammelt. „Wir haben den Park in einem schrecklichen Zustand vorgefunden. Nicht nur die Tatsache, dass ein Großteil der Eier mutwillig zerstört oder gar entwendet wurde, erschütterte uns. Auch die brachiale Zerstörungswut einiger Zeitgenossen und die augenscheinlichen Hinterlassenschaften wilder Partys erfüllten uns mit Entsetzen“, schreibt die Initiative auf ihrer Facebook-Seite. „Was treibt nur manche Mitbürger dazu, anderer Arbeit derart kaputt zu machen?“, fragen die Initiatoren der Ostereier-Aktion. Seit fünf Jahren ruft die Initiative zur Verschönerung der Stadt um die Osterzeit auf. Doch trotz der Ostereier-Randale will sich die Initiative künftig nicht von weiteren Aktionen dieser Art abhalten lassen. „Aber wir werden definitiv nicht mehr in den Park kommen“, kündigt Ines Zentgraf von der Initiative Stadtwunder an. Für das kommende Jahr muss ein anderer Ort zum Schmücken her. „Das Gebiet rund um das Lausitzcenter hat einen entprechenden Ruf“, sagt Zentgraf und spielt damit auf den sich häufenden Vandalismus an. Andere Deko, wie eine Ostereisenbahn aus Holz, habe sich die Initiative gar nicht erst getraut aufzustellen. Eine Anzeige gegen unbekannt haben die Ehrenamtler aber bisher nicht aufgegeben.