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Achtungszeichen für Klassenerhalt

1919 meldet sich im Abstiegskampf mit einem Sieg beim Tabellensiebten Oppach wieder zurück, obwohl es bis zur 74. Minute gar nicht so aussah. Von Lutz Schmaler

Anstoß für Oppach, ein langer, weiter Flugball in Richtung 1919-Strafraum. Missverständnis in der Abwehr, ein zu kurzer Rückpass, in dem sich der erfahrene Mihalik einschaltete und nach 66 Sekunden zum 1:0 einschoss. Blankes Entsetzen bei 1919. Zudem startete der Gastgeber schnelle Angriffe und brachte 1919 von einer Verlegenheit in die andere. Nach 14 Minuten scheiterte Hentschel völlig frei mit einem kapitalen Schuss an Thiele. 1919 konnte froh sein, dass der Gastgeber die Nachlässigkeiten nicht härter bestrafte.
Es dauerte bis zur 30. Minute, bis das 2:0 fiel. 1919 vertändelte am Oppacher 16-er den Ball, ein schneller Gegenangriff über die linke Abwehrseite brachte Hentschel in den Ballbesitz, und dieser ließ Thiele im Tor keine Chance. 1919 schien wie in Lethargie. So ging das Spiel bis zur Pause weiter.
Die Pausenansprache dauerte nur 30 Sekunden. Wer dachte, dass nun eine Trotzreaktion der 1919 folgte, sah sich getäuscht. Der erste Angriff, den Oppach startete, brachte wiederum Mihalik in Ballbesitz. Er ließ sich den Freiraum nicht entgehen und schoss überlegt zum 3:0 ein. Eigentlich war damit das Spiel gelaufen.
Doch ganz allmählich befreite sich 1919 aus der Umklammerung. In der 74. Minute startete Lempe mit dem Ball am Fuß zu einem Solo, spielte dann einen herrlichen Pass in den Rücken der Abwehr, Schiffel war zur Stelle und schoss zum Anschlusstreffer ein (74. Minute). Nun war Oppach völlig von der Rolle, trotz der immer noch deutlichen 2-Tore-Führung bekamen sie das Nervenflattern. Das Tor aber war die Initialzündung für 1919.
Nach Anstoß von Oppach erkämpfte man sich sofort wieder den Ball, ein Pass von Wukasch auf den freien Frenzel, dessen Schlenzer landete am Pfosten und den Rückpraller lochte Schiffer zum 2:3 ein (76.Min.). Weiter ging die Aufholjagd, mit jeder Aktion stieg die Verunsicherung der Oppacher, und bei 1919 zeigten sich die Entschlossenheit und der Kampfeswille. Der nächste Angriff brachte Eckball für 1919, ein Oppacher klärte aber nur mit einer Kerze, Marchl stieg zum Kopfball hoch, der Torwart kam einen halben Schritt zu spät, der Ball landete zum 3:3 im Netz (79. Min.). Helle Aufregung bei den Oppachern, die einen Angriff auf den Torwart sahen. Der fand aber außerhalb des Fünfmeterraumes statt und zudem behinderte ihn ein eigener Spieler, so dass der sehr gut amtierende Schiedsrichter Windisch das Tor zu Recht gab.
Nun gab es bei 1919 kein Halten mehr , nach der Verletzung des Torwarts und dessen Auswechslung setzte man sofort wieder nach. Bei Oppach ging gar nichts mehr, man schlug die Bälle nur noch planlos durch die Gegend, 1919 wollte die Gunst der Stunde aber nutzen und kämpfte und spielte mit aller Macht und allen Kraftreserven auf den Siegestreffer.
In der 84. Minute war es dann so weit. Ein genialer Pass von Wukasch in den Rücken der Abwehr fand den durchstartenden Schiffel, der schoss seinen 3. Treffer zu einem für nicht mehr möglich gehaltenen Sieg ein. Der Jubel kannte bei 1919 keine Grenzen, als der Schiri nach 94 Minuten die Partie abpfiff, leider bei einigen Oppachern danach die Sicherungen durchbrannten, in dessen Folge Hentschel mit Rot und leider auch T. Rönsch mit Gelb/Rot in die Kabine geschickt wurden.

1919 spielte mit: Thiele J., Lempe, Schenk, Gerken, Weichert, Schmuck (ab 60. T. Rönsch), Marchl (ab 80. A. Rönsch), Stober, Wukasch, Schiffel, Tuschmo (ab 60. Frenzel).