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| 17:17 Uhr

Spreetal
Abwasserkosten in Spreetal steigen

Burgneudorf. Laut WZV Mittlere Neiße-Schöps liegen die Gebühren im Vergleich zu anderen Regionen im unteren Drittel. Von Anja Guhlan

Der Wasserzweckverband (WZV) Mittlere Neiße-Schöps, zu dem acht Mitgliedsgemeinden gehören, darunter auch die Großgemeinde Spreetal, wird die Gebühren für Schmutzwasser anheben. Die Geschäftsführerin des WZV stellte dazu in der jüngsten Spreetaler Gemeinderatssitzung die neue Kalkulation für die Schmutzwassergebühren für die Jahre 2018 bis 2020 vor. Durch einen laut Petra Brünner massiven Einbruch der Transportmengen nach der Umrüstung der Anlagen auf Bio sowie durch höhere Verwaltungskosten, steigt auch bei der  WZV der Transportpreis für die Abholung in dem Bereich, in dem durch die Stadtwerke Weißwasser mobil entsorgt wird. „Dies alles macht eine  Erhöhung der Gebühren notwendig“, berichtet sie. Bei abflusslosen Gruben steigt der Preis für Abfuhr und Reinigung demnach von rund 13 auf 15 Euro pro Kubikmeter. Bei Kleinkläranlagen wächst der Preis für Abfuhr und Reinigung von rund 28 Euro auf 34 Euro pro Kubikmeter.  

Im Schnitt werden bei abflusslosen Gruben rund 20 Kubikmeter pro Einwohner im Jahr abgefahren. Bei Bio-Kleinkläranlagen werden etwa ein bis zwei Kubikmeter alle zwei Jahre je nach Anlage maximal abgeholt. Daraus resultiert bei abflusslosen Gruben eine jährliche Mehrbelastung von etwa 36 Euro bei 20 Kubikmeter pro Jahr sowie bei Bio-Kleinkläranlagen eine jährliche Mehrbelastung von etwa  neun Euro bei einer 1,5-Kubikmeter-Entsorgung alle zwei Jahre.

Wie die Geschäftsführerin betont, seien weitere Gebührenerhöhungen nicht auszuschließen: „Mittlerweile benötigen wir für die jährliche Erfassung jeder der rund 2500 dezentralen Anlagen im WZV-Gebiet eine  Mitarbeiterin.“  Im Vergleich zu anderen Gebieten in der Region liege die neue WZV-Gebühr laut Petra Brünner im unteren Drittel.